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Birgit Priklopil Steuerberatung GmbH
+43 2172 27 600
birgit.priklopil@priklopil.co.at

Archives for Steuern

Lohnsteuer wurde rückwirkend gesenkt

Für den Jahreseinkommensteil zwischen 11.000 Euro und 18.000 Euro ist bereits heuer nur mehr 20 Prozent statt 25 Prozent Einkommenssteuer zu bezahlen. Die Aufrollung der Lohnsteuer für Ihre Mitarbeiter wird von uns automatisch bei der Lohnverrechnung rückwirkend ab Jänner 2020 vorgenommen.

Ausgetretene Dienstnehmer können dabei nicht berücksichtigt werden. Diese können im Zuge der Arbeitnehmerveranlagung die möglicherweise zu viel bezahlte Lohnsteuer geltend machen.

Großteils wurde die Lohnsteuersenkung bereits bei der August-Lohnverrechnung berücksichtigt. Die restlichen Klienten werden von uns im September aufgerollt.

Die Lohnsteuer, die den Dienstnehmern ab sofort mehr ausbezahlt wird, reduziert gleichzeitig den Betrag der Lohnsteuer, welche Sie als Dienstgeber an das Finanzamt abzuführen haben. Es ergibt sich daher ein Guthaben beim Finanzamt in gleicher Höhe. Durch diesen Ausgleich fallen für Sie somit keine Mehrkosten an!

Da unser Softwarehersteller RZL einen neuen Programmpunkt für die Steuerreform 2020 entwickelt hat und uns zur Verfügung stellt, können wir mit wenig Aufwand die Aufrollungen vornehmen.

Wir verrechnen daher keine zusätzlichen Kosten für die Lohnsteuer-Korrektur für das Jahr 2020.

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Umsatzsteuersenkung auf 5%

Aufgrund der immer noch anhaltenden Auswirkung der Corona Krise im Bereich der Gastronomie ist nunmehr geplant, einen 5%-igen Umsatzsteuersatz für die Bereiche Gastronomie (Speisen und Getränke) festzusetzen. Weiters soll dieser neue Steuersatz auch für Bücher , Zeitungen, Museen, Kinos und Musikveranstaltungen gelten.

Betroffen von dieser Senkung sind auch Buschenschanken.

Diese Regelung ist für Umsätze ab 01.07.2020 bis 31.12.2020 befristet. Am 30.06.2020 ist es zu der finalen Gesetzbeschlussfassung gekommen.

Für alle betroffenen Betriebe:

Das Bundesministerium für Finanzen informiert vorab über die Gesetzesänderung zur Umsetzung des geplanten 5%-igen Umsatzsteuersatzes für die Belegausstellung und Kassensystem auf der Homepage unter

https://www.bmf.gv.at/public/informationen/informationen-coronavirus/registrierkassen.html

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Keine Umsatzsteuer auf Schutzmasken

Das Bundesministerium für Finanzen reduziert den Steuersatz für Atemschutzmasken von 20 % auf 0 % für die Lieferung und die innergemeinschaftlichen Erwerbe. Diese Richtlinie gilt ab dem 13. April 2020 bis 31.07.2020. Damit es zu keiner nachträglichen Korrektur der Rechnung kommt, kann man bereits im Kassensystem den entsprechenden Steuersatz hinterlegen und verrechnen.

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Ihre Spende ist steuerlich absetzbar

UnternehmerInnen können seit 2013 sowohl Sach- als auch Geldspenden bis 10 Prozent des laufenden Gewinns als Betriebsausgaben geltend machen, indem sie den Spendenbetrag wie jede andere Betriebsausgabe über das betriebliche Rechnungswesen führen. Vorausgesetzt es handelt sich um Einrichtungen, die vom Finanzamt gemäß § 4a Abs. 2 Z. 3 lit. a bis c EStG als „begünstigte Spendenempfänger“ anerkannt wurden. Für den Nachweis der Spendenzahlung benötigen Sie entweder von der Spendenorganisation eine Bestätigung über die Zahlung oder/und den entsprechenden Überweisungsbeleg.

Spenden im Zuge der Sonderausgaben

Für Spenden, die ab dem Jahr 2017 als Privatperson geleistet werden, werden von spendenbegünstigten Einrichtungen mittels Jahresbetrag an das Finanzamt übermittelt, sodass Sie den Betrag nicht mehr in die Steuererklärung aufnehmen müssen. Dazu ist erforderlich, dass Sie der Empfängerorganisation Ihren Vor- und Zunamen und Ihr Geburtsdatum (korrekt) bekannt geben.

Hier der Link für die Liste der Einrichtungen:

https://service.bmf.gv.at/service/allg/spenden/show_mast.asp

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„Geschäftsessen“ aus steuerlicher Sicht

Grundsätzlich besteht in Österreich ein steuerliches Abzugsverbot für Repräsentationsaufwendungen. Eine Ausnahme von diesem Verbot und damit eine steuerliche Absetzbarkeit wird jedoch ermöglicht, wenn ein Nachweis erbracht werden kann, dass es sich um eine werbewirksame Aufwendung handelt und die betriebliche Repräsentationskomponente untergeordnet ist.

 

Voraussetzungen und Nachweis

Damit ein Geschäftsessen bzw. die Bewirtung von Geschäftspartner steuerlich absetzbar ist, muss dieses betrieblich veranlasst sein und eindeutig der Werbung dienen. Unter Werbung versteht man dabei eine Information des Geschäftspartners über das Produkt oder die Leistung.

Da die bloße Glaubhaftmachung für das Vorliegen der genannten Voraussetzungen nicht ausreicht, muss jeweils ein Nachweis erbracht werden, dass ein konkretes Rechtsgeschäft angestrebt oder abgeschlossen wurde bzw. welche Produkt- und Leistungsinformationen dargestellt wurden.

Als Nachweis dient der Beleg des Geschäftsessens, worauf Sie immer auch den Namen des Geschäftspartners sowie das angestrebte Geschäft vermerken sollten.

 

Steuerliche Wirkung

Sind die oben genannten Voraussetzungen erfüllt und Sie können einen Nachweis darüber erbringen, sind die Essenskosten ertragssteuerrechtlich zur Hälfte (50%) abzugsfähig.

Umsatzsteuerrechtlich besteht diese ertragssteuerliche „Hälfteregelung“ nicht, sodass bei Vorliegen der Voraussetzungen der volle Vorsteuerabzug zusteht.

 

Nicht abzugsfähige Bewirtung

Nicht abzugsfähig sind Bewirtungskosten, wenn die Bewirtung hauptsächlich der Repräsentation gilt.

 

Beispiele:

  • Bewirtung im Haushalt des Steuerpflichtigen
  • Feier zur Betriebseröffnung außerhalb des Betriebs
  • Bewirtung aus persönlichem Anlass z.B. Geburtstag
  • Bewirtung in Form eines Arbeitsessens nach Geschäftsabschluss

 

Mein Hinweis

Reine Repräsentationsaufwendungen sind nicht abzugsfähig! Bitte beachten Sie auch, dass „gemischte Aufwendungen“ aufgrund des Aufteilungsverbots ebenfalls nicht abzugsfähig sind.

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Kryptowährung – steuerliche Behandlung

Da derzeit Kryptowährungen und sein bekanntester Vertreter Bitcoin in aller Munde sind, möchte ich Ihnen auch diesbezüglich kurz die derzeitige steuerliche Situation in Österreich darlegen. Grundsätzlich wird Kryptowährung von der österreichischen Finanzverwaltung derzeit weder als offizielle Währung noch als Finanzinstrument anerkannt. Nach Ansicht des Bundesministeriums für Finanzen sind sie als „sonstige (unkörperliche) Wirtschaftsgüter“ einzuordnen, die nicht abnutzbar sind.

 

Steuerliche Behandlung

Hinsichtlich der steuerlichen Behandlung von Kryptowährungen ist grundsätzlich zu unterscheiden, ob diese im Privatvermögen oder im Betriebsvermögen gehalten werden.

 

Haltung im Privatvermögen

Werden Kryptowährungen wie z.B. Bitcoins im Privatvermögen gehalten, dann ist zu unterscheiden, ob diese „zinstragend veranlagt“ werden oder nicht. Eine zinstragende Veranlagung liegt vor, wenn Kryptowährungen an andere Marktteilnehmer (Private oder Unternehmen) verliehen werden. In diesem Fall sind die Einkünfte, die durch die Verleihung erzielt werden (z.B. zusätzliche Bitcoins) als „Zinsen“ und somit als „Einkünfte aus Kapitalvermögen“ mit dem Sondersteuersatz von 27,5% zu versteuern.

Liegt keine „zinstragende Veranlagung“ vor, dann tritt eine Steuerpflicht nur dann ein, wenn die Behaltedauer kürzer als 1 Jahr ist („Spekulationsfrist“). Werden also z.B. Bitcoins angeschafft und erst nach einem Jahr wieder veräußert, so ist der Gewinn aus einer realisierten Wertsteigerung nicht steuerpflichtig.

Beim Tausch von Kryptowährungen mit anderen Kryptowährungen (z.B. Bitcoin mit Ethereum) oder mit offiziellen Währungen (z.B. Bitcoin mit Euro) ist einkommensteuerrechtlich jeweils von einer Anschaffung bzw. einer Veräußerung auszugehen.

 

Haltung im Betriebsvermögen

Halten natürliche Personen Kryptowährungen im Betriebsvermögen sind die steuer- und unternehmensrechtlichen Bewertungsvorschriften einzuhalten und dementsprechend sind die Kryptos wie „sonstige betriebliche Wirtschaftsgüter“ zu behandeln. Somit müssen sie dem Anlagevermögen oder Umlaufvermögen zugeordnet werden und die jeweiligen Kursgewinne oder Kursverluste sind im Rahmen der Gewinnermittlung zu berücksichtigen. Die daraus resultierenden Einkünfte sind anschließend zum Tarif zu versteuern.

Eine Besonderheit gibt es jedoch auch im Betriebsvermögen bei zinstragender Veranlagung der Kryptowährung. Hier kommt nämlich, wie im Privatvermögen auch, der Sondersteuersatz von 27,5% zum Tragen. Dies gilt jedoch nur, wenn die Erzielung solcher Einkünfte nicht den Schwerpunkt der betrieblichen Tätigkeit bildet.

Aus umsatzsteuerlicher Sicht folgt das BMF der EuGH-Rechtsprechung und erachtet den Tausch von gesetzlichen Zahlungsmitteln in Kryptowährung und umgekehrt als umsatzsteuerfrei!

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Neuer Umsatzsteuersatz bei kurzfristiger Zimmervermietung

Mit 1.11.2018 wurde der gesetzliche Steuersatz für die kurzfristige Vermietung von Wohnraum (Zimmervermietung) wieder auf den bis 1.5.2016 anzuwendende Mehrwertsteuersatz in Höhe von 10%  herabgesetzt wurde. Bitte dies auf den Rechnungen bzw. im Registrierkassensystem zu ändern.

 

Von der Bundesregierung ist es gedacht, dass der Zimmerpreis für den Konsumenten gleichbleibt und dem Unternehmer somit 3% mehr übrig bleibt, welche im Idealfall für Investitionen aufzuwenden sind.

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Tipps zur Gewinnplanung

Da das Ende des Wirtschaftsjahres 2018 naht, möchte ich Ihnen in dieser Ausgabe des Newsletters einige Tipps zur steueroptimalen Gewinnplanung mit auf den Weg geben. Wenn Sie in diesem Jahr bereits zum jetzigen Zeitpunkt einen hohen Gewinn erwirtschaftet haben und somit hohe Steuerbelastungen drohen, können Sie diese mit den unten angeführten Tipps noch reduzieren. 

 

Do’s and Don’ts zum Jahresabschluss

Anschaffungen von Wirtschaftsgütern, welche längerfristig im Betriebsvermögen verbleiben und Anschaffungskosten von über € 400,- haben, müssen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben werden. Eine Anschaffung zum jetzigen Zeitpunkt wirkt sich daher (je nach Nutzungsdauer) nur zu einem geringen Teil noch in diesem Jahr aus.

Anschaffungen von Büromaterial oder Werbeartikel, welche nicht notwendigerweise benötigt werden, sind zwar zu 100% als Betriebsausgabe steuerwirksam, sind aber in Wirklichkeit in den meisten Fällen auch nur Steuerverschiebungen, da der Gewinn dann in den nächsten Jahren dementsprechend höher ist.

Spenden an bestimmte begünstigte Institutionen sind bis zu 10% des Gewinnes aus dem laufenden Jahr steuerlich absetzbar.

All jene, die das versicherungspflichtige Einkommen übersteigen (bei der SVA sind dies € 5.268,- pro Jahr) und nur die Mindestbeiträge oder geringe Beiträge leisten, können freiwillig Zahlungen an die SVA tätigen. Diese werden ebenfalls zu 100% als Betriebsausgabe anerkannt und erspart außerdem eine zu erwartende SV-Nachzahlung.

Hierbei handelt es sich nur um einen kleinen Auszug an Möglichkeiten. Natürlich sind die möglichen Maßnahmen zur Steueroptimierung sehr vielseitig und von Ihrer individuellen Situation abhängig.

 

Mein Hinweis

Wir haben bereits begonnen, für Klienten – für welche wir die laufende Buchhaltung machen – Gewinnprognosen für 2018 zu erstellen. Jene Klienten, bei welchen wir Handlungsbedarf aufgrund höherer Gewinne sehen, werden wir in den kommenden Wochen persönlich kontaktieren, um die Situation zu erläutern und etwaige Vorschläge zur Steueroptimierung zu besprechen.

 

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Die UID-Nummer

Wenn Sie als Unternehmer in Geschäftsbeziehung mit Unternehmern in anderen EU-Ländern treten, ist es erforderlich, die sog. „Umsatzsteueridentifikationsnummer“ (UID Nummer) zu verwenden. Die UID Nummer wird grundsätzlich vom Finanzamt im Zuge der Vergabe der Steuernummer von Amts wegen erteilt. Dies erfolgt jedoch in den wenigsten Fällen, weshalb diese im Normalfall von uns für Sie beantragt wird.

Die richtige Verwendung der UID Nummer

Mit der Angabe Ihrer UID Nummer signalisieren Sie gegenüber dem ausländischen (EU-) Unternehmer, dass Sie als Abnehmer bzw. Erwerber steuerfrei einkaufen können bzw. sonstige Leistungen für Ihr Unternehmer beziehen. Sowohl der innergemeinschaftliche Erwerb als auch die grenzüberschreitende Dienstleistung unterliegt in weiterer Folge der Besteuerung in Österreich, sofern der Leistungsort im Österreich liegt.

Tätigen Sie Lieferungen in andere EU Mitgliedstaaten, so muss Ihnen Ihr Kunde seine UID Nummer, verbunden mit seinen Firmendaten, mitteilen. Damit wird festgehalten, dass Ihr Kunde die Waren für sein Unternehmen anschafft und Sie können die Warenlieferung in Österreich steuerfrei belassen, sofern die weiteren Voraussetzungen dafür erfüllt sind.

Erbringen Sie eine sonstige Leistung (Dienstleistung) an einen ausländischen Unternehmer, so hat Ihnen dieser ebenfalls als Leistungsempfänger seine UID Nummer bekannt zu geben. Damit wird sichergestellt, dass diese Dienstleistung für sein Unternehmen in Anspruch genommen wird. Ihre Dienstleistung unterliegt dann grundsätzlich dort der Besteuerung, wo der Empfänger sein Unternehmen betreibt.

Bei Rechnungen mit Beträgen über € 10.000,- ist auch die UID Nummer ihres inländischen Leistungsempfängers anzuführen, wenn dieser Ihre Leistung für sein Unternehmen bezieht. Fehlt diese, so kann die Rechnung nicht für den Vorsteuerabzug berücksichtigt werden.

Die EU Mitgliedstaaten haben in diesem Zusammenhang ein gemeinsames System zum Informationsaustausch für innergemeinschaftliche Lieferung geschaffen (sog. „MIAS“). Die am Binnenmarkt beteiligten Unternehmen müssen quartals- bzw. monatsmäßig eine sog. „Zusammenfassende Meldung“ (ZM) beim zuständigen Finanzamt einreichen. In dieser ZM sind die UID Nummern der jeweiligen Geschäftspartner sowie der Gesamtwert aller an diese ausgeführten, innergemeinschaftlichen Umsätze anzugeben.

 

 

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Der GmbH Geschäftsführer

Der Geschäftsführer ist das geschäftsführende und vertretungsbefugte Organ der GmbH. Er führt die Geschäfte der Gesellschaft im Innenverhältnis und vertritt die Gesellschaft nach außen. Zum Geschäftsführer können nur natürliche Personen bestellt werden und diese sind zum Firmenbuch anzumelden. Im Hinblick auf die steuer- und sozialversicherungsrechtliche Einstufung des Geschäftsführers ist entscheidend, ob dieser auch Gesellschafter ist und wenn ja, zu welchem Prozentsatz dieser an der GmbH beteiligt ist.

 

Grundlagen

Geschäftsführer können entweder per Beschluss der Gesellschafter oder bereits im Rahmen des Gesellschaftsvertrages bestellt werden.

Eine GmbH kann grundsätzlich einen oder auch mehrere Geschäftsführer haben. Die Anzahl der Geschäftsführer und deren Vertretungsbefugnisse sind dabei im Gesellschaftsvertrag zu verankern.

Da ein Geschäftsführer stets fremdes Vermögen verwaltet, kommt ihm eine besondere Vertrauensstellung zu und damit einhergehend auch eine besondere Treuepflicht der GmbH und den Gesellschaftern gegenüber. Jedoch haften Geschäftsführer grundsätzlich nicht für Verbindlichkeiten der Gesellschaft. Eine mögliche Haftung kommt jedoch in Fragen, wenn er seine Pflichten verletzt und zB. nicht innerhalb von 60 Tagen ab Feststellung der Zahlungsunfähigkeit einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens bei Gericht stellt. Darüber hinaus haftet er immer für nicht abgeführte, aber vereinnahmte Umsatzsteuerbeträge und für die Dienstnehmeranteile von tatsächlich ausbezahlten Löhnen/Gehältern.

Wichtig ist auch die Unterscheidung zwischen handelsrechtlichen und gewerberechtlichen Geschäftsführer. Während wie oben beschrieben der handelsrechtliche Geschäftsführer für die Führung der Geschäfte verantwortlich ist und die GmbH nach außen vertritt, ist der gewerberechtliche Geschäftsführer ausschließlich für die Einhaltung der gewerberechtlichen Vorschriften verantwortlich, d.h. er muss auch den Gewerbeschein für die GmbH haben. Der gewerberechtliche Geschäftsführer kann auch handelsrechtlicher Geschäftsführer sein, muss es aber nicht. Wenn der gewerberechtliche Geschäftsführer nicht auch handelsrechtlicher Geschäftsführer ist, dann muss er zumindest die Hälfte der Normalarbeitszeit (20h) bei der GmbH im Rahmen eines Dienstverhältnisses angestellt werden.

 

Einkommensteuer

Grundsätzlich kommt es bei GmbH Geschäftsführer immer auf die jeweilige Ausgestaltung bzw. ihrer Beteiligung an der GmbH an.

Ist ein Geschäftsführer in seiner Tätigkeit weisungsgebunden, ins Unternehmen organisatorisch eingegliedert und trägt er kein Unternehmerrisiko, so bezieht der Geschäftsführer in der Regel Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit und gilt als „normaler“ Dienstnehmer. Dies bedeutet, im Normalfall erhält er einen monatlichen Lohnzettel und ist lohnsteuerpflichtig.

Ist ein Geschäftsführer zu mehr als 25% an der GmbH beteiligt oder treffen diese drei oben erwähnten Merkmale nicht zu, bezieht der Geschäftsführer Einkünfte aus selbständiger Arbeit und gilt somit steuerlich als Selbständiger. D.h. er unterliegt der Einkommensteuer-pflicht und muss am Ende des Jahres eine Einkommensteuererklärung abgeben.

 

Sozialversicherung

Die korrekte Einstufen eines GmbH Geschäftsführers im Rahmen der Sozialversicherung ist etwas komplizierter, da es unterschiedliche Ausgestaltungen und Möglichkeiten gibt. Hier soll bloß eine grobe Skizzierung aufgezeigt werden:

Während ein steuerlich „normaler Dienstnehmer“ wie oben erwähnt, eigentlich fast immer auch als „echter Dienstnehmer“ nach dem ASVG bei der zuständigen Gebietskrankenkasse versichert ist, kommt es bei „Selbständigen“ darauf an, ob die GmbH ein Mitglieder Wirtschaftskammer ist oder nicht.

Wenn die GmbH WK-Mitglied ist, so ist der „selbständige“ Geschäftsführer in den meisten Fällen auch als sog. „alter Selbständiger“ nach dem GSVG bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (kurz SVA) versichert.

Sollte die GmbH jedoch kein WK-Mitglied sein, so gilt in vielen Fällen der „selbständige“ Geschäftsführer als sog. „neuer Selbständiger“ und dieser ist erst ab Überschreiten der Versicherungsgrenze (5.256,60 Euro p.a.) bei der SVA versichert. Darunter ist dieser nicht versichert.

Dies ist nur eine sehr grobe Einteilung und ich möchte darauf hinweisen, dass es viele Ausnahmen dazu gibt. Als Überblick kann dies aber für Sie möglicherweise sehr hilfreich sein.

 

 Mein Tipp:

Werden Geschäftsführer bereits im Rahmen des Gesellschaftsvertrages bestellt, fallen weit weniger Kosten für die GmbH an, als bei einer nachträglichen Bestellung eines Geschäftsführers durch Gesellschafterbeschluss. Dabei werden nicht nur Notar- bzw. Anwaltskosten gespart, sondern auch Eintragungsgebühren beim Firmenbuch!

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