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Birgit Priklopil Steuerberatung GmbH
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birgit.priklopil@priklopil.co.at

Archives for Klienteninfo

ARBEITEN AM FEIERTAG

Grundsätzlich hat ein Arbeitnehmer an Feiertagen Anspruch auf eine ununterbrochene Ruhezeit von mindestens 24 Stunden, die frühestens um 0 Uhr und spätestens um 6 Uhr des Feiertages beginnen muss. Hiervon gibt es jedoch einige Ausnahmen.

Ausnahmen von der Feiertagsruhe

Während der Feiertagsruhe dürfen Arbeitnehmer nur dann beschäftigt werden, wenn dies durch

  • das Arbeitsruhegesetz (z.B. Abschluss-, Reinigungs-, Instandhaltungsarbeiten),
  • eine Verordnung des zuständigen Ministers (z.B. Tourismus),
  • eine Verordnung des Landeshauptmannes (z.B. Fremdenverkehrsregionen) oder
  • einen Kollektivvertrag (z.B. Gastronomie, Landwirtschaft)

erlaubt ist.

Entgelt für Feiertage

Der Arbeitnehmer behält für die infolge eines Feiertages ausfallende Arbeit einen Anspruch auf Entgelt (= Feiertagsentgelt). Fällt ein Feiertag auf einen freien Tag des Arbeitnehmers, gebührt hingegen kein Entgelt für diesen Tag.

Beispiel:

Der teilzeitbeschäftigte Büroangestellte arbeitet regelmäßig von Montag bis Donnerstag. Ist der Montag wegen eines Feiertages (z.B. Ostermontag) arbeitsfrei, bleibt das Monatsgehalt ungekürzt, obwohl der Büroangestellte in der Woche, in die der Ostermontag fällt, nur an 3 Tagen (Dienstag bis Donnerstag) arbeitet.

Wer an einem Feiertag tatsächlich beschäftigt wird, erhält zusätzlich zum Monatsentgelt für jede von ihm am Feiertag geleistete Stunde eine Abgeltung in der Höhe des normalen Stundensatzes, also das Feiertagsarbeitsentgelt.

Beispiel:

Ein Mietwagenlenker arbeitet regelmäßig von Montag bis Donnerstag. Er ist am Ostermontag 5 Stunden im Dienst. Neben dem Feiertagsentgelt (= ungekürzter Monatsbezug) erhält er die am Ostermontag geleisteten 5 Stunden mit dem Normalstundensatz abgegolten.

Arbeitet der Arbeitnehmer allerdings mehr als die normalerweise für diesen Wochentag vorgesehene Arbeitszeit, liegt Überstundenarbeit vor.

Bitte beachten Sie:

Sollten Sie in Ihrem Betrieb Mitarbeiter an Feiertagen beschäftigten, müssen Sie uns unbedingt (falls wir Ihre Lohnverrechnung durchführen) monatlich bekanntgeben, welche Mitarbeiter wie viele Stunden am Feiertag arbeiten bzw. gearbeitet haben!

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KAMMERUMLAGEN

Neben der Grundumlage, die grundsätzlich jedes Wirtschaftskammer-Mitglied zu entrichten hat, gibt es auch noch die Kammerumlage 1 (KU1) sowie die Kammerumlage 2 (KU2 oder DZ). Diese Umlagen dienen der Finanzierung der unterschiedlichen nach dem Wirtschaftskammergesetz errichteten Organisationen (Landeskammern, Fachgruppen, Fachvertretungen und Fachverbände).

Grundumlage (GU)

Grundsätzlich hat jedes Mitglied der Wirtschaftskammer die Grundumlage für die Mitgliedschaft je Fachgruppe (Fachverband) zu entrichten. Sie ist eine unteilbare Jahresumlage und auch für das Kalenderjahr zu entrichten, in dem die Mitgliedschaft begründet oder beendet wird.

Die Höhe der Grundumlage ist je Fachorganisation unterschiedlich hoch und ist jährlich von der Fachgruppe zu beschließen. Sie kann auf Grund einer allgemein feststellbaren Bemessungsgrundlage (z.B. Gehaltssumme, Anzahl der Beschäftigten, etc.) und/oder in einem festen Betrag festgesetzt werden.

Die vorgeschriebene Grundumlage wird binnen einem Monat nach Erhalt der Vorschreibung fällig.

Kammerumlage (KU1)

Auch die KU1 muss grundsätzlich von jedem WK-Mitglied entrichtet werden. Es besteht jedoch eine Freigrenze von € 150.000,-. Sofern die im Inland erzielten steuerbaren Nettoumsätze im Kalenderjahr unter dieser Freigrenze sind, so ist keine KU1 zu entrichten.

Die KU1 wird grundsätzlich von den Vorsteuern des Unternehmens berechnet. Der KU1-Satz ist dabei für alle Bundesländer einheitlich. Eine wesentliche Neuerung ab 2019 ist die Einführung eines degressiven Staffeltarifs, sodass mit steigender Bemessungsgrundlage die relative Belastung durch die Umlage sinkt. Bei einer Bemessungsgrundlage bis zu € 3 Mio. pro Jahr, kommt der Hebesatz von 0,29% zur Anwendung. Übersteigt die Bemessungsgrundlage die € 3 Mio. nimmt der Tarif je nach tatsächlicher Höhe der Bemessungsgrundlage ab.

Die KU1 ist eine Selbstbemessungsabgabe und somit vom Mitglied selbst zu berechnen und spätestens bis zum 15. des auf das Kalendervierteljahr zweitfolgenden Kalendermonats an jenes Finanzamt zu leisten, dem auch die Zuständigkeit im Bereich der Umsatzsteuer obliegt.

Die Termine für die Entrichtung sind somit: 15.5., 15.8., 15.11. sowie 15.2. Die Beiträge werden Ihnen mit der jeweiligen Umsatzsteuervoranmeldung von uns berechnet und vorgeschrieben.

Kammerumlage (KU2)

Die KU2 hat jedes Wirtschaftskammer-Mitglied, das Dienstnehmer beschäftigt, zu entrichten. Übersteigen aber die im Kalendermonat ausgezahlten Bruttolöhne den Betrag von € 1.460,- nicht, so kann zur Ermittlung der Bemessungsgrundlage dieser Betrag um € 1.095,- reduziert werden.

Als Bemessungsgrundlage für die KU2 (= DZ – Dienstgeberzuschlag zum Dienstgeberbeitrag) ist die Beitragsgrundlage für den Dienstgeberbeitrag (DB) zum Familienlastenausgleichsfond heranzuziehen.

Der KU2-Satz setzt sich aus einem Bundeskammer-Anteil in Höhe von derzeit 0,14% und einem von jeder Landeskammer festgesetzten Anteil zusammen (z.B. für Burgenland gesamt 0,42% in 2019).

Die KU2 ist wie die KU1 eine Selbstberechnungsabgabe. Sie ist monatlich zu berechnen und bis spätestens 15. des nächstfolgenden Kalendermonats an das zuständige Finanzamt zu entrichten. Der Beitrag wird Ihnen mit der monatlichen Lohnverrechnung übermittelt.

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TOURISMUSFÖRDERUNGSBEITRAG BURGENLAND

Alle Unternehmer (sowohl natürliche als auch juristische Personen), die im Burgenland eine gewerbliche oder berufliche Tätigkeit selbständig ausüben, sind grundsätzlich gemäß Burgenländischen Tourismusgesetz verpflichtet, für jedes Kalenderjahr einen Tourismusförderungsbeitrag bis spätestens 15.04. des jeweiligen Jahres an die Burgenländische Landesregierung abzuführen und eine Beitragserklärung abzugeben.

Besonderheiten

Der Tourismusförderungsbeitrag wurde im Burgenland im Jahr 1992 eingeführt und bildet zusammen mit der von den Gästen des Landes zu tragender Ortstaxe ein budgetäres Fundament der Tourismusverbände vor Ort und im Land.

Der Tourismusförderungsbeitrag ist für jene Gemeinde zu berechnen, innerhalb deren Gebiet sich der Sitz oder die Betriebsstätte des Unternehmens befindet und in welcher die Tätigkeit ausgeübt wird, die die Beitragspflicht begründet.

Als Beitragsgrundlage werden die im zweitvorangegangenen Jahr erzielten, steuerbaren Umsätze im Burgenland herangezogen. Diese Beitragsgrundlage wird anschließend mit dem jeweils anzuwendenden Promillesatz multipliziert, welcher auf Basis der eingestuften Beitragsgruppe (A bis D) und der jeweiligen Ortsklasseneinteilung festgelegt ist.  Die Beitragsgruppeneinteilung, die Ortsklassen-einteilung sowie die unterschiedlichen Promillesätze und Berechnungsschlüssel können unter folgendem Link eingesehen werden:

https://www.burgenland.at/themen/tourismus/tourismusgesetz/

Jeder Beitragspflichtige hat bis 15.04. eines jeden Jahres der Burgenländischen Landesregierung eine Erklärung über den, für die Beitragsbemessung, maßgebenden Umsatz und den sich danach ergebenden Tourismusförderungsbeitrag abzugeben (Beitragserklärung) und den errechneten Beitrag zu entrichten.

Weitere Besonderheiten

Ergibt sich bei der Berechnung eine Beitragshöhe von weniger als 15 Euro (Bagatellgrenze), so ist kein Beitrag zu entrichten. Außerdem gibt es für jede Beitragsgruppe einen festgelegten Höchstbetrag.

Falls Sie Umsätze aus Privatzimmervermietung erzielen, ist für den Tourismusförderungsbeitrag ein jährlicher Pauschalbetrag zu entrichten.

Bitte beachten Sie, dass der Tourismusförderungsbeitrag Landessache ist und dementsprechend in jedem Bundesland etwas anders berechnet bzw. gehandhabt wird.

Die oben beschriebenen Besonderheiten sind ausschließlich für Unternehmen mit Sitz oder Betriebsstätte im Burgenland zu beachten.

In Niederösterreich zum Beispiel, erhalten Unternehmer ein Formular von der Gemeinde und werden damit aufgefordert den Tourismusförderungsbeitrages zu berechnen und zu entrichten. In diesem Fall würden wir Sie bitten, uns dieses Formular umgehend nach Erhalt zur Berechnung weiterzuleiten.

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NEUER VERSICHERUNGSTRÄGER „SVS“ ab 2020

Wie vom Gesetzgeber gewünscht, erfolgt eine Neuordnung der Sozialversicherung. Es wird künftig ein 5-Träger-Modell in der Sozialversicherung geben. Die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA) und die Sozialversicherungsanstalt der Bauern (SVB) verschmelzen und bilden zusammen ab 1. Jänner 2020 den neuen Versicherungsträger „Sozialversicherungsanstalt der Selbständigen“ oder kurz „SVS“.


Neuheiten SVS

Wie vom Gesetzgeber gewünscht, erfolgt eine Neuordnung der Sozialversicherung. Es wird künftig ein 5-Träger-Modell in der Sozialversicherung geben. Die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA) und die Sozialversicherungsanstalt der Bauern (SVB) verschmelzen und bilden zusammen ab 1. Jänner 2020 den neuen Versicherungsträger „Sozialversicherungsanstalt der Selbständigen“ oder kurz „SVS“.

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FREIWILLIGE ARBEITSLOSENVERSICHERUNG

Es ist für Selbständige nun leichter geworden, sich für Krisenzeiten zu wappnen. Denn der Nationalrat hat kurz vor Jahresende 2018 beschlossen, die Beiträge zur freiwilligen Arbeitslosenversicherung zu senken. Dies sind eindeutig gute Nachrichten für Selbständige! Bitte finden Sie nachfolgend eine kurze Übersicht der Änderungen.

Änderungen der freiwilligen ALV

Rückwirkend ab 1. Juli 2018 beträgt der Prozentsatz in der niedrigsten Stufe der freiwilligen Arbeitslosenversicherung nur noch 3% (statt bisher 6%). Man kann sich also deutlich günstiger als bisher vor finanziellen Sorgen in joblosen Zeiten schützen. Es gibt insgesamt drei Beitragsstufen, woraus sich auch die Höhe eines allfälligen Arbeitslosengeldes ergibt:

Klassifizierung Versicherungsbeitrag pro Monat Ergibt Arbeitslosengeld pro Tag
Stufe 1 € 45,68 € 24,47
Stufe 2 € 182,70 € 38,86
Stufe 3 € 274,05 € 53,71


Berechtigt sind:

  • Selbständige, die nach dem Gewerblichen Sozialversicherungsgesetz (GSVG) oder dem Sozialversicherungsgesetz der freiberuflich selbständigen Erwerbstätigen (FSVG) pensionsversichert sind, sowie
  • Freiberuflich tätige Rechtsanwälte


Weitere Aspekte

Viele Selbständige brauchen keine freiwillige Arbeitslosenversicherung, weil sie aus ihrer Zeit als Arbeitnehmer bereits Ansprüche erworben haben, die bei späterer Selbständigkeit erhalten bleiben.

Wer sich freiwillig versichern möchte, kann dies unmittelbar nach Beginn der Selbständigkeit oder innerhalb der folgenden 6 Monate tun. Andernfalls ist ein Abschluss erst nach 8 Jahren wieder möglich. Auch die Kündigung einer freiwilligen Arbeitslosenversicherung kann erst 8 Jahre nach deren Abschluss erfolgen.

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TIPPS FÜR IHRE ARBEITNEHMERVERANLAGUNG 2018

Wenn Sie im Jahr 2018 ausschließlich lohnsteuerpflichtige Einkünfte hatten, können Sie (bzw. wir für Sie) Ihre Arbeitnehmerveranlagung 2018 bereits beim Finanzamt einreichen. Sollte keine Veranlagung für 2018 eingereicht werden und es besteht dennoch eine Steuergutschrift, so führt das Finanzamt unter bestimmten Voraussetzungen eine automatische (antragslose) Arbeitnehmerveranlagung durch.

Absetzbeträge

Grundsätzlich kürzen die sog. Absetzbeträge die zu bezahlende Steuer.

Alleinverdiener bzw. Alleinerzieher können unter bestimmten Voraussetzungen (u.a. Bezug der Familienbeihilfe für mind. 7 Monate) im Rahmen der Arbeitnehmerveranlagung einen Absetzbetrag in Höhe von € 494,- pro Jahr bei einem Kind (€ 669,- bei zwei Kindern, € 889,- bei drei Kindern und für jedes weitere Kind € 220,-) geltend machen.

Bei Unterhaltsleistungen für ein nicht haushaltszugehöriges Kind, für das keine Familienbeihilfe gewährt wird, kann sofern der gesetzliche Unterhalt (Alimente) geleistet wurde, ein Unterhaltsabsetzbetrag pro Monat in Höhe von € 29,20 für das erste Kind (€ 43,80 für das zweite Kind und € 58,40 für das dritte und jedes weitere alimentierte Kind) abgesetzt werden.

Negativsteuer

Auch für Arbeitnehmer, die keine Lohnsteuer, sondern nur Sozialversicherungsbeiträge bezahlen, kann es sinnvoll sein, eine Veranlagung durchzuführen. Arbeitnehmer können für 2018 maximal € 400,- (Pendler sogar max. € 500,- und Pensionisten max. € 110,-) der SV-Beiträge zurückerstattet bekommen.

Auch der Alleinverdienerabsetzbetrag ist negativsteuerfähig.

Kinderfreibetrag

Für jedes Kind, für das mehr als 6 Monate im Kalenderjahr Familienbeihilfe bezogen wird, kann in 2018 ein Freibetrag von € 440,- beantragt werden.

Machen beide Elternteile den Kinderfreibetrag im Rahmen Ihrer Arbeitnehmerveranlagung geltend, beträgt er pro Elternteil € 300,- jährlich.

Für Kinder, für die mehr als 6 Monate im Kalenderjahr ein Unterhaltsabsetzbetrag zusteht, besteht ebenfalls ein Anspruch auf einen Kinderfreibetrag in Höhe von € 300,- jährlich.

Sonderausgaben, Werbungskosten, außergewöhnliche Belastungen

Zu den Werbungskosten zählen z.B. Aus- und Fortbildungskosten, aber auch Umschulungsmaßnahmen, Fachliteratur und Fahrt- und Reisekosten. Um hier einen Steuervorteil erzielen zu können, sollten die Werbungskosten € 132,- übersteigen, da ein Werbungskostenpauschale in dieser Höhe bei der laufenden Lohnverrechnung bereits berücksichtigt wird.

Bestimmte Berufsgruppen, wie z.B. Vertreter, Journalisten, Politiker, Expatriates können ein deutlich höheres Werbungskostenpauschale geltend machen. Pendler können im Rahmen der Arbeitnehmerveranlagung auch die Pendlerpauschale und den Pendlereuro als Werbungskosten geltend machen, falls dieses nicht bereits im Zuge der monatlichen Lohnverrechnung berücksichtigt wurde.

Als Sonderausgaben sind zum Beispiel bestimmte Spenden (bis max. 10% des Gesamtbetrages der Einkünfte 2018), Steuerberatungskosten, Kirchenbeiträge (bis € 400,- jährlich) und Nachkäufe von Pensionsversicherungsmonaten absetzbar. Sogenannte „Topf-Sonderausgaben“ (z.B. Versicherungsprämien, Aufwendungen iZm Wohnraumschaffung) können für die Veranlagung 2018 grundsätzlich nur mehr für Altverträge (abgeschlossen vor 2016) abgesetzt werden.

Außergewöhnliche Belastungen sind nicht alltägliche Belastungen, die zwangsläufig entstehen. Hier ist oftmals ein einkommensabhängiger Selbstbehalt zu berücksichtigen. So können unter anderem bestimmte Kinderbetreuungskosten bis max. € 2.300,- pro Kind für 2018 letztmalig auch noch ohne Selbstbehalt abgesetzt werden. Aber auch Katastrophenschäden, Krankheitskosten und Pflegekosten können außergewöhnliche Belastungen darstellen.

Mein Hinweis

Ab dem Jahr 2019 kann der Kinderfreibetrag nicht mehr in Anspruch genommen werden, da ab 1.1.2019 der Familienbonus Plus an dessen Stelle beantragt werden kann. Dieser hat den Vorteil, dass er bereits im Rahmen der monatlichen Lohnabrechnung geltend gemacht werden kann.

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Ziel der Steuerberatungskanzlei Priklopil 2019+

Was ist Ihr Ziel für das neue Jahr? Unser Ziel ist es, unsere Klienten umfassend, persönlich und so schnell wie möglich mit den richtigen Informationen zu versorgen. Unsere Kanzlei hat aber nicht nur Ziele für das Jahr 2019, sondern weit darüber hinaus.

In einem Visionsworkshop mit dem Unternehmensberater Horst Hochstöger vom Unternehmerkraftwerk (www.unternehmerkraftwerk.com) haben wir im Team angefangen, die Vision der Birgit Priklopil Steuerberatung GmbH zu erarbeiten, sodass alle Mitarbeiter wissen in welche Richtung wir gehen werden. Es war sehr spannend Inputs vom Digitalisierungsexperten Horst Hochstöger zu erhalten und zu erfahren, wohin die digitalen Trends gehen. Da wir uns als junge und dynamische Steuerberatung positioniert haben, werden wir dies auch in Zukunft tun!

 

Wenn wir Sie unterstützen können Ihre Ziele zu erreichen, dann lassen Sie es uns wissen! Neben unserem umfangreichen Portfolio haben wir ein großes Netzwerk an großartigen Unternehmern, die Sie bei jeder Zielerreichung – sei es auf persönlicher oder finanzieller Ebene – unterstützen können.

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Aufbewahrungspflichten

Im Zeitalter der Digitalisierung gibt es im Zusammenhang mit den Aufbewahrungspflichten in rechtlicher Hinsicht einiges zu beachten. Die Vorteile digitaler Werkzeuge bei der Ablage von Dokumenten und Unterlagen liegen auf der Hand. Neben Zeit- und Kostenersparnis werden digital gespeicherte Dokumente auch leichter und damit schneller gefunden. Dennoch ist der Verzicht auf Papier nicht ganz so einfach. Nachfolgend möchte ich Ihnen eine kurze Übersicht der gesetzlichen Grundlagen aufzeigen.

 

Gesetzliche Grundlagen

Nach UGB und BAO ist jedes Unternehmen verpflichtet, relevante Geschäftsunterlagen ab Ende des Kalenderjahres sieben Jahre lange geordnet aufzubewahren. Darüber hinaus sind diese Unterlagen so lange aufzubewahren, als sie für die Abgabenbehörde betreffende anhängige Verfahren von Bedeutung sind.

 

Zu den relevanten Geschäftsunterlagen zählen:

  • Bücher, Inventare, Jahresabschlüsse, Lageberichte
  • Empfangene Geschäftsbriefe (z.B. Angebote, Auftragsbestätigungen)
  • Belege für Buchungen (z.B. Rechnungen, Lieferscheine, Kontoauszüge, Kassabons)

 

Die Unterlagen dürfen ausdrücklich auf Datenträgern aufbewahrt werden. Voraussetzung dafür ist, dass die vollständige, geordnete, inhaltsgleiche und urschriftgetreue Wiedergabe bis zum Ablauf der sieben Jahre jederzeit gewährleistet ist.

 

Weitere Aspekte

Werden Belege gescannt und lediglich auf USB-Sticks, Festplatten oder am Server gespeichert, entspricht dies nicht den Voraussetzungen für die Aufbewahrungspflicht.

Mögliche Datenträger, die die Revisionssicherheit erfüllen, sind sogenannte „WORM-Speicher“ (steht für „write once read multiple“) oder Cloud-Lösungen. WORM Speicher sind Datenträger auf welchen Dateien geschrieben werden und danach nicht mehr geändert oder gelöscht werden können.

Um nicht gegen Datenschutzrichtlinien zu verstoßen, ist es aber auch notwendig bestimmte Daten (z.B. private Emails von Mitarbeitern) aus dem Archiv zu löschen.

Personenbezogene Daten, für die zum Zweck der Datenverarbeitung kein Bedarf mehr besteht, müssen gelöscht werden.

 

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„Geschäftsessen“ aus steuerlicher Sicht

Grundsätzlich besteht in Österreich ein steuerliches Abzugsverbot für Repräsentationsaufwendungen. Eine Ausnahme von diesem Verbot und damit eine steuerliche Absetzbarkeit wird jedoch ermöglicht, wenn ein Nachweis erbracht werden kann, dass es sich um eine werbewirksame Aufwendung handelt und die betriebliche Repräsentationskomponente untergeordnet ist.

 

Voraussetzungen und Nachweis

Damit ein Geschäftsessen bzw. die Bewirtung von Geschäftspartner steuerlich absetzbar ist, muss dieses betrieblich veranlasst sein und eindeutig der Werbung dienen. Unter Werbung versteht man dabei eine Information des Geschäftspartners über das Produkt oder die Leistung.

Da die bloße Glaubhaftmachung für das Vorliegen der genannten Voraussetzungen nicht ausreicht, muss jeweils ein Nachweis erbracht werden, dass ein konkretes Rechtsgeschäft angestrebt oder abgeschlossen wurde bzw. welche Produkt- und Leistungsinformationen dargestellt wurden.

Als Nachweis dient der Beleg des Geschäftsessens, worauf Sie immer auch den Namen des Geschäftspartners sowie das angestrebte Geschäft vermerken sollten.

 

Steuerliche Wirkung

Sind die oben genannten Voraussetzungen erfüllt und Sie können einen Nachweis darüber erbringen, sind die Essenskosten ertragssteuerrechtlich zur Hälfte (50%) abzugsfähig.

Umsatzsteuerrechtlich besteht diese ertragssteuerliche „Hälfteregelung“ nicht, sodass bei Vorliegen der Voraussetzungen der volle Vorsteuerabzug zusteht.

 

Nicht abzugsfähige Bewirtung

Nicht abzugsfähig sind Bewirtungskosten, wenn die Bewirtung hauptsächlich der Repräsentation gilt.

 

Beispiele:

  • Bewirtung im Haushalt des Steuerpflichtigen
  • Feier zur Betriebseröffnung außerhalb des Betriebs
  • Bewirtung aus persönlichem Anlass z.B. Geburtstag
  • Bewirtung in Form eines Arbeitsessens nach Geschäftsabschluss

 

Mein Hinweis

Reine Repräsentationsaufwendungen sind nicht abzugsfähig! Bitte beachten Sie auch, dass „gemischte Aufwendungen“ aufgrund des Aufteilungsverbots ebenfalls nicht abzugsfähig sind.

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Jahresbeleg Registrierkassa

Das Jahr 2018 ist nun vorbei und jeder Unternehmer, welcher bereits eine Registrierkasse in Betrieb hat, muss einen Jahresbeleg der Registrierkasse erstellen. Dieser Beleg ist der Monatsbeleg für Dezember und wie jeder Monatsbeleg ein Nullbeleg. Nur mit diesem Jahresbeleg kann der Manipulationsschutz der Registrierkasse überprüft werden.

 

Wie funktioniert es im Detail?

Schritt 1: Erstellung des Jahresbeleges

  • Erstellen Sie am 31.12.2018 einen Jahresbeleg (=Monatsbeleg Dezember). Dieser kann durch Eingabe des Wertes 0 erstellt werden und muss 7 Jahre aufbewahrt werden.
  • Wenn Ihre Kasse den Jahresbeleg elektronisch erstellt und zur Prüfung an FinanzOnline übermittelt, dann brauchen Sie diesen nicht auszudrucken und aufzuheben.
  • Für die Erstellung des Jahresbeleges ist es unbedingt notwendig, dass Sie eine Signaturerstellungseinheit (=Sicherheitskarte) besitzen.

Schritt 2: Prüfung des Jahresbeleges

  • Die verpflichtende Überprüfung des Manipulationsschutzes kann entweder manuell mit der Belegcheck-App oder automatisch über ein Registrierkasse-Webservice durchgeführt werden.
  • Die Überprüfung hat bis spätestens bis zum 15. Februar 2019 stattzufinden.

 

Es kann sein, dass Sie online gefragt werden, ob Sie die Jahresbeleg-Überprüfung kaufen wollen. Dies ist nicht notwendig, wir übernehmen dies gerne kostenlos für Sie.

 

Erfolgt die Überprüfung nicht, oder nicht rechtzeitig, kann dies als Finanzordnungswidrigkeiten ausgelegt werden. Bei technischen Fragen im Zusammenhang mit der Erstellung des Jahresbeleges wenden Sie sich bitte an Ihren jeweiligen Registrierkassenhersteller. Bei der Überprüfung des Beleges kann ich als steuerliche Vertretung gerne behilflich sein.

 

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