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Birgit Priklopil Steuerberatung GmbH
+43 2172 27 600
birgit.priklopil@priklopil.co.at

Archives for News

AWS Investitionsprämie

Die neueste Änderung betrifft die AWS-Investitionsprämie. Die Frist für die sogenannte „erste Maßnahme“ zur Neuinvestition wurde vom 28.02.2021 auf den 31.05.2021 verlängert. Der Antrag muss bis spätestens 28.02.2021 erfolgen. Daher möchten wir Sie noch kurz über die Investitionsprämie informieren.

Da wir manchmal die Informationen bzw. Unterlagen bezüglich Neuinvestitionen erst im Nachhinein mit der Buchhaltung (und damit verspätet bekommen) ist möglicherweise die Frist zur Einreichung abgelaufen. Daher ersuchen wir Sie uns sofort zu kontaktieren, sobald Sie Investitionen tätigen bzw. am besten schon bevor Sie die Investition tätigen, damit wir vorab abklären können, ob für diese Investitionen eine Förderung in Anspruch genommen werden kann.

Förderungsfähig sind alle Unternehmen, unabhängig von der Größe und Branche, die einen Sitz oder eine Betriebsstätte in Österreich haben und rechtmäßig im eigenen Namen und auf eigene Rechnung betreiben, somit auch Unternehmen der Land- und Forstwirtschaft.  Diese Regelung gilt auch für steuerlich pauschalierte land- und forstwirtschaftliche Betriebe.

Gefördert werden Neuinvestitionen in das abnutzbare betriebliche Anlagevermögen, wie zum Beispiel Gebäude, Maschinen, bauliche und technische Anlagen. Auch gebrauchte Güter können gefördert werden. Für alle geförderten Investitionen besteht eine Behaltefrist von 3 Jahren.

Die Höhe des Zuschusses kann 7 % oder 14 % betragen. Der Mindestbetrag für die Investitionsprämie ist € 5.000. Es können jedoch pro Förderantrag mehrere kleinere Investitionen zusammengefasst werden (z.B. bei EDV-Anschaffungen).

Die 14 % Förderung umfasst die Bereiche

  • Ökologisierung
  • Digitalisierung
  • Gesundheit-/ und LifeScience-Investitionen

Eine Antragsstellung ist bis spätestens 28.02.2021 online im AWS Fördermanager möglich. Wichtig ist, dass erste Maßnahmen – wie Baubeginn, Abschluss von Kaufverträgen, Lieferungen, Baubeginn, Rechnungen oder Zahlungen –frühestens nach dem 01.08.2020 und bis spätestens 31.05.2021 gesetzt werden.

Für die Inbetriebnahme und Bezahlung der Investition gilt die Frist 28.02.2022.

Nicht förderbare Investitionen sind:

  • Klimaschädliche Investitionen (Fahrzeuge mit konventionellen Antrieben, Anlagen die fossilen Energieträger nutzen), Ausnahme: Traktoren
  • Aktivierte Eigenleistungen
  • Leasingfinanzierte Investitionen, es sei denn, diese werden im antragstellenden Unternehmen aktiviert
  • Erwerb von Gebäuden, Gebäudeanteilen und Grundstücke
  • Unternehmensübernahmen und der Erwerb von Beteiligungen
  • Finanzanlagen
  • Investitionen, die zu Einkünften aus Vermietung und Verpachtung führen
  • Aufforstungen
  • Investitionen zur privaten Nutzung

Falls Sie Fragen zur AWS-Förderung oder zu anderen Förderungen haben, kontaktieren Sie bitte unseren Förderexperten Stefan Weidinger unter stefan.weidinger@priklopil.co.at oder 02172/27 600 02.

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Übermittlung Jahresbeleg Registrierkasse bis 15.02.2021

Das turbulente Jahr 2020 ist nun vorbei und jeder Unternehmer, welcher bereits eine Registrierkasse in Betrieb hat, ist verpflichtet den Jahresbeleg der Registrierkasse bis 15. Februar des Folgejahres an das Finanzamt zu übermitteln. Dieser Beleg ist der Monatsbeleg für Dezember und wie jeder Monatsbeleg ein Nullbeleg. Nur mit diesem Jahresbeleg kann der Manipulationsschutz der Registrierkasse überprüft werden.

Wie funktioniert es im Detail?

Schritt 1: Erstellung des Jahresbeleges

  • Erstellen Sie am 31.12.2020 einen Jahresbeleg (=Monatsbeleg Dezember). Dieser kann durch Eingabe des Wertes 0 erstellt werden und ist 7 Jahre aufzubewahren.
  • Wenn Ihre Kasse den Jahresbeleg automatisch elektronisch erstellt und zur Prüfung an FinanzOnline übermittelt, dann brauchen Sie diesen nicht unbedingt auszudrucken und aufzuheben.
  • Die Erstellung des Jahresbeleges ist nur dann notwendig, wenn Ihre Registrierkasse auch eine Signaturerstellungseinheit (=Sicherheitskarte) besitzt.

Schritt 2: Prüfung des Jahresbeleges

  • Die verpflichtende Überprüfung des Manipulationsschutzes kann entweder manuell mit der Belegcheck-App oder automatisch über ein Registrierkasse-Webservice durchgeführt werden.
  • Die Überprüfung hat bis spätestens bis zum 15. Februar 2021 stattzufinden.

Manche Registrierkassen bieten Ihnen den Service den Jahresbeleg ans Finanzamt kostenpflichtig zu übermitteln. Wir bieten Ihnen als unseren Klienten dieses Service kostenlos an.

Erfolgt die Überprüfung nicht, oder nicht rechtzeitig, kann dies als Finanzordnungswidrigkeiten ausgelegt werden.

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Lockdown-Umsatzersatz für Lockdown bis 06.Dezember 2020

Wir haben für Sie eine kurze Übersicht bezüglich des Antrages für den Lockdown-Umsatzersatz für den Lockdown bis 6. Dezember 2020 erstellt.

Einen Antrag für den Lockdown-Umsatzersatz können Unternehmen bis 15. Dezember 2020 einreichen, wenn sie zwischen 3. November und 6. Dezember, direkt von den mit der COVID-19-Schutzmaßnahmen- bzw. Notmaßnahmenverordnung verordneten Einschränkungen betroffen sind und in einer direkt betroffenen Branche tätig sind. Eine Liste der betroffenen Brachen finden Sie in der ÖNACE Liste.

Direkt vom Lockdown Betroffene erhalten 80% des Umsatzes im Vergleichszeitraum (November 2019). Bei Handelsunternehmen wird der Lockdown-Umsatzersatz je nach Gruppe mit 20%, 40%, und 60% gestaffelt.

Die prozentuelle Einteilung der Vergütungen in der Handelsbranche finden Sie in der Handelsliste.

Der Maximalbetrag des Umsatzersatz beträgt € 800.000, –.

Weitere Voraussetzungen sind:

  • Das Unternehmen hat seinen Sitz oder eine Betriebsstätte in Österreich.
  • Das Unternehmen übt eine operative Tätigkeit in Österreich aus.
  • Das Unternehmen verpflichtet sich im Betrachtungszeitraum keine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu kündigen.

Der Lockdown-Umsatzersatz kann unabhängig von der Gesellschaftsform beantragt werden, daher können sowohl Vereine (die unternehmerisch im Sinne des UGB tätig sind), GmbHs als auch Einzelunternehmer diesen erhalten.

Bei Mischbetrieben ist mit der Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsführers zu schätzen, welchen Anteil die der nicht betroffenen Branche zuzuordnenden Umsätze ausmachen und anzugeben.

Der Antrag kann über FinanzOnline (von Ihnen direkt – aber auch von uns in Ihrem Auftrag) eingereicht werden.

Bei Unternehmern, die ihren Antrag auf einen Lockdown-Umsatzersatz bis Ende November bereits genehmigt bekommen haben, wird automatisch der zusätzliche Betrag für 01. bis 06. Dezember 2020 auf das im Antrag angegebene Konto überwiesen.

Weitere Infos finden Sie auf der Homepage www.umsatzersatz.at

Verlängerung des Lockdowns bis 07. Jänner 2021

Für Unternehmen, die von der Verlängerung des Lockdowns bis 07. Jänner betroffen sind, wird es einen Umsatzersatz über 50% vom Vergleichszeitraum Dezember 2019 geben, welcher ab 16. Dezember über FinanzOnline beantrag werden kann.

Falls es hierzu noch Änderungen gibt und sobald der Antrag online verfügbar ist werden wir Sie darüber nochmals informieren.

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Lockdown – Umsatzersatz

Auf Grund der letzten beschlossenen Maßnahmen, die behördlich angeordnete Schließung von Unternehmen, hat die Bundesregierung den Lockdown-Umsatzersatz mit 6. November festgelegt.

Wir haben für Sie eine kurze Übersicht bezüglich des Antrages erstellt.

Die wenigen, aber dennoch wichtigen Voraussetzungen sind:

  • Das Unternehmen hat seinen Sitz oder Betriebsstätte in Österreich.
  • Das Unternehmen und deren Branche (siehe beigefügte Branchenliste) muss von der Verordnung COVID-19-Schutzmaßnahmenverordnung vom 2. November 2020 betroffen sein.
  • Es muss eine aufrechte Gewerbeberechtigung bestehen.
  • Im Zeitraum vom 3. November 2020 bis zum 30. November 2020 dürfen gegenüber Mitarbeitern keine Kündigungen ausgesprochen werden.

Der Lockdown-Umsatzersatz beträgt pro 80 % des Umsatzes im Vergleichszeitraum (November 2019) mit einem Maximalbetrag von € 800.000 Euro und einem Mindestbetrag von € 2.300. Der Antrag kann ab sofort und bis zu 15. Dezember 2020 eingebracht werden.

Der Lockdown-Umsatzersatz kann unabhängig von der Gesellschaftsform beantragt werden. Daher können z.B. sowohl Vereine (die unternehmerisch im Sinne des UGB tätig sind), GmbHs als auch Einzelunternehmer diesen erhalten.

Wenn Sie eine der betroffenen Branchen sind, kann der Antrag über FinanzOnline (von Ihnen direkt – aber auch von uns in Ihrem Auftrag) beantrag werden.

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Rückforderung der Kurzarbeitsbeihilfe


Rückzahlung der Kurzarbeitsbeihilfe droht für alle Dienstnehmer, die zu Beginn der Kurzarbeit noch nicht EINEN KALENDERMONAT lang vollversichert waren.

Anfangs war noch nicht geklärt, ob Mitarbeiter, die weniger als ein Monat im Betrieb gemeldet waren, anspruchsberechtigt für die Kurzarbeitsbeihilfe sind. Aus diesem Grund haben wir klarerweise Informationen vom AMS und der Wirtschaftskammer eingeholt.

Telefonat am 11.05.2020 mit dem AMS:

Bei Kurzarbeitsanträgen, in denen Dienstnehmer beantragt wurden, die noch keinen Monat beschäftigt waren, sollen die ANTRÄGE NICHT GEÄNDERT werden. Diese wurden bereits genehmigt und die Ausfalls-Stunden sollen für alle genehmigten Mitarbeiter eingereicht werden.

Telefonat am 11.05.2020 mit der Wirtschaftskammer:

Rechtslage ist nach wie vor unklar! Die Wirtschaftskammer rät: nach den Vorschlägen vom AMS vorzugehen. D.h. Anträge gleich lassen und die Stunden für alle beantragten Mitarbeiter einreichen MIT DEM VERWEIS, welche Dienstnehmer noch keinen Monat zu Beginn der Kurzarbeit im Betrieb waren, damit man sich im Streitfall darauf berufen kann.

Nach diesen Auskünften sind wir selbstverständlich vorgegangen! Trotz unserem Vermerk bezüglich der Eintrittsdatums hat das AMS die eingereichte Beihilfe Monat für Monat ausbezahlt.

Am 10.09.2020 wurde eine Frist gesetzt bis spätestens 30.09.2020 für alle diese Mitarbeiter (die kein Monat im Betrieb waren zu Beginn):

  • neue Kurzarbeitsbegehren für verschiedene Kurzarbeitszeiträume inkl. neuer Sozialpartnervereinbarung  
  • neue Abrechnungsdateien für die gesamten Zeiträume und
  • neue Durchführungsberichte zu erstellen. Somit müsste die komplette Lohnverrechnung nochmals aufgerollt werden.

Passiert das nicht, verliert man zur Gänze die Corona-Kurzarbeits-Förderung für diese Mitarbeiter.

Das AMS hat hierzu im März und April anderslautende Auskünfte gegeben, auf die wir uns verlassen haben. Nun gibt es leider nur die Wahl zwischen:

  • Rückzahlung der gesamten Förderung (+ Nachzahlung der bis jetzt steuerbegünstigten Abgaben und der 100%igen Löhne) oder
  • Bürokratischer „Corona“ Kurzarbeits-Neuantragsweg (Rückzahlung an das AMS nur von den Tagen, vor denen kein volles Beschäftigungsmonat liegt).
    Beispiel: Eintritt am 10.02.2020, Beginn Kurzarbeit: 16.03.2020
    Hier könnte die Kurzarbeit erst frühestens am 01.04.2020 beginnen und die Tage von 16.03.2020 bis 31.03.2020 wären zurück zu bezahlen.
    In diesem Fall ist der Zeitraum 16.03.2020 bis 31.03.2020 komplett vom Dienstgeber zu bezahlen (Nachzahlung in der Lohnverrechnung)

Auf jene Klienten, die davon betroffen sind, werden wir natürlich separat zukommen und eine Entscheidung treffen.

Phase 3 der Kurzarbeit:

Phase 3 beginnt einheitlich mit 01.10.2020.

Diese kann entweder als Verlängerung zur Phase 2 vereinbart werden oder auch als Erstantrag zu einem späteren Zeitpunkt (nach dem 01.10.2020). Eine entsprechende Sozialpartnervereinbarung wird Mitte/Ende September veröffentlicht.

Anträge für die Phase 3 werden nach derzeitiger Information erst ab 01.10.2020 beim AMS (rückwirkend) eingebracht werden können.

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Fixkostenzuschuss Phase 2

Wir haben Sie bereits im Newsletter vom 16. Juni / Ausgabe 46 über den Fixkostenzuschuss des Corona-Hilfsfond des Bundes informiert. Am 16. September startet nun die Verlängerung des Fixkostenzuschusses mit der sogenannten „Phase II“.

Die Voraussetzungen für den Antrag auf den Fixkostenzuschuss haben sich im Vergleich zum Fixkostenzuschuss Phase I nicht geändert.

  • Das Unternehmen hat seinen Sitz in Österreich
  • Der Schwerpunkt der Tätigkeit des Unternehmens liegt in Österreich
  • Das Unternehmen darf in den letzten fünf Jahren keine rechtskräftige Finanzstrafe erhalten haben
  • Das Unternehmen hat einen Umsatzausfall aufgrund der Corona Krise
  • Das Unternehmen darf sich am 31.12.2019 nicht in Schwierigkeiten befunden haben (kein Insolvenzverfahren)
  • Das Unternehmen hat versucht, die Fixkosten zu reduzieren

Die wichtigsten Änderungen der Phase II im Vergleich zur Phase I werden wir Ihnen nun erläutern:

Definition Fixkosten:

Zu den bisher ansetzbaren Fixkosten kommt nun die Möglichkeit hinzu, Leasingraten und Abschreibung auf Wirtschaftsgüter zu berücksichtigen.

Aufwendungen zwischen verbundenen Unternehmen, die fremdüblich sind, können nun ebenfalls angesetzt werden.

Erweiterungen Betrachtungszeitraum

Ab der Phase II gibt es folgende Betrachtungsoptionen:

Option 1: Als quartalsweise Betrachtung ist der Umsatzvergleichszeitraum das 3. und 4. Quartal 2020 oder das 4. Quartal 2020 und 1. Quartal 2021 heranzuziehen.

Option 2: Aus neun monatlichen Betrachtungszeiträumen zwischen 16. Juni 2020 und 15. März 2021 können bis zu sechs zeitlich zusammenhängende Betrachtungszeiträume gewählt werden.

Berechnung:

Eine weitere Änderung betrifft die Berechnung der Förderhöhe. Der Fixkostenantrag kann bereits bei einem Umsatzausfall von 30 % beantragt werden. Außerdem berechnet sich der Zuschuss linear und nicht wie bisher in Stufen.

Beispiel: Unternehmen mit 85 % Umsatzausfall erhalten 85 % der Fixkosten ersetzt.

Unternehmen, die im letztveranlagen Jahr weniger als € 100.000,- an Umsatz erzielt haben und die überwiegende Einnahmequelle des Unternehmers darstellt, können die Fixkosten pauschaliert, d.h. mit 30 % vom Umsatzausfall ansetzen.

Beispiel: ein Unternehmer mit 70.000 Jahresumsatz 2019 hat im Jahr 2020 Umsatzeinbußen von 50 % und Fixkosten von rund 20 %. Dieser kann pauschal 30 % der Umsatzeinbuße, somit € 10.500 aliquot für 3 bzw. 6 Monate beantragen.

Der Fixkostenzuschuss muss wie bisher bis spätestens 31.08.2021 (!) beantragt werden. Die erste Auszahlung für Phase II kann ab 16. September beantragt werden und umfasst 50 % des voraussichtlich auszuzahlenden Betrages. Die zweite Tranche kann ab 16. Dezember beantragt werden und umfasst die restliche Auszahlung.

Um rasch den Fixkostenzuschuss zu beantragen, muss nicht zwangsläufig das Ende des Betrachtungszeitraumes und die Aufarbeitung der Buchhaltung abgewartet werden, sondern kann bereits vorab eine Schätzung der zu erwartenden Fixkosten abgegeben werden. Ohnehin werden Anfangs nur 50 % ausbezahlt und erst nach der Bestätigung der Steuerberatungskanzlei wird der restliche Betrag ausbezahlt.

Ergänzung zum Fixkostenzuschuss Phase I

Wird oder wurde der Fixkostenzuschuss Phase I beantragt kommen folgende Bestimmungen zu tragen:

Da die Betrachtungszeiträume für Phase II mit 16. Juni beginnen, müssen Anträge, die Zeiträume vom 16.3. bis 15.6. beinhalten, weiterhin gemäß Fixkostenzuschuss Phase I gestellt werden. Außerdem müssen die Betrachtungszeiträume der Phase II direkt an die der Phase I anschließen.

Abschreibungen und Leasingraten werden im Rahmen des Fixkostenzuschuss Phase I weiterhin nicht berücksichtigt, aber sie können als Fixkosten in der Phase II nachgeholt werden, wenn der Anspruch auf den Zuschuss in Phase II besteht.

Falls Sie nähere Informationen benötigen oder Fragen zum Thema Fixkostenzuschuss haben, können Sie sich gerne an Herr Stefan Weidinger wenden.

Fristenverlängerungen aufgrund von Covid-19

Es ist nun auch möglich, Erklärungen 2018 nach dem 31. August 2020 einzureichen, ohne dass es zu einem Ausschluss aus der Quote 2019 kommt.

Die Frist zur Einreichung beim Finanzbuchgericht zum Bilanzstichtag 31.12.2019 wurde für Kapitalgesellschaften von 9 auf 12 Monate (vom 30.09.2020 auf 31.12.2020) verlängert.

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Lohnsteuer wurde rückwirkend gesenkt

Für den Jahreseinkommensteil zwischen 11.000 Euro und 18.000 Euro ist bereits heuer nur mehr 20 Prozent statt 25 Prozent Einkommenssteuer zu bezahlen. Die Aufrollung der Lohnsteuer für Ihre Mitarbeiter wird von uns automatisch bei der Lohnverrechnung rückwirkend ab Jänner 2020 vorgenommen.

Ausgetretene Dienstnehmer können dabei nicht berücksichtigt werden. Diese können im Zuge der Arbeitnehmerveranlagung die möglicherweise zu viel bezahlte Lohnsteuer geltend machen.

Großteils wurde die Lohnsteuersenkung bereits bei der August-Lohnverrechnung berücksichtigt. Die restlichen Klienten werden von uns im September aufgerollt.

Die Lohnsteuer, die den Dienstnehmern ab sofort mehr ausbezahlt wird, reduziert gleichzeitig den Betrag der Lohnsteuer, welche Sie als Dienstgeber an das Finanzamt abzuführen haben. Es ergibt sich daher ein Guthaben beim Finanzamt in gleicher Höhe. Durch diesen Ausgleich fallen für Sie somit keine Mehrkosten an!

Da unser Softwarehersteller RZL einen neuen Programmpunkt für die Steuerreform 2020 entwickelt hat und uns zur Verfügung stellt, können wir mit wenig Aufwand die Aufrollungen vornehmen.

Wir verrechnen daher keine zusätzlichen Kosten für die Lohnsteuer-Korrektur für das Jahr 2020.

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Fixkostenzuschuss für saisonale Ware ab 19.08.2020

Der Fixkostenzuschuss dient als Unterstützung für Unternehmer in der immer noch andauernden Corona Krise. Ab 19.08.2020 gibt es auch gemäß der Fixkostenzuschussrichtlinie die Möglichkeit einen Antrag für saisonale Ware zu stellen.

Dieser Zuschuss beträgt bis zu 75 % der Kosten und stärkt die Liquidität der Unternehmer.

Als „saisonale Ware“ gilt ein Artikel, der (etwa jährlich) wiederkehrend angeschafft wird, und dies ausschließlich in Bezug auf einen bestimmten Zeitpunkt (etwa Muttertag) oder einen bestimmten Zeitraum (etwa Ostern, Frühling oder Sommer).

Voraussetzung für die Beantragung ist ein Wertverlust von mindestens 50 %, der einem Bilanzbuchhalter oder Steuerberater (also etwa unserem Büro) nachzuweisen und von diesem zu bestätigen ist.

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Existenzsicherungszuschuss der Wirtschaftskammer für NÖ

Die Wirtschaftskammer Niederösterreich (und nur diese) stellt aus ihren eigenen Mitteln/Reserven Unterstützungen zur Verfügung. Dafür bestehen aber folgende Bedingungen:

1)      Mindestens 2-jährige Mitgliedschaft zur Wirtschaftskammer NÖ zum Zeitpunkt der Antragsstellung

2)      Maximal 10 Beschäftigte (Teilzeitmitarbeiter zählen aliquot, geringfügig Beschäftigte gar nicht!)

3)      Die Förderhöhe ist abhängig vom Rückgang der Umsätze im Vergleich der Monate zum Vorjahr – aber maximal 5.000 €.

4)      Einreichung bei der zuständigen Bezirksstelle

5)      Einreichung per Fax, postalisch oder per E-Mail möglich

6)     Antragstellung bis 6 Monate ab Ende des Umsatzrückgangs, aber spätestens am 31.12.2020

Neben den Umsätzen sind dabei auch die Mitarbeiter (und wieviele davon auf Teilzeit bzw. Lehrlinge sind) sowie die Lohn- und Gehaltssumme der letzten 2 Jahre anzugeben.

Der Existenzsicherungszuschuss ist einmalig, die Antragstellung ist aber nur einmal möglich.

Da die Wirtschaftskammer NÖ keine Gebietskörperschaft ist, ist unseres Erachtens keine Anrechnung auf den staatlichen Fixkostenzuschuss (aber auch nicht umgekehrt!) möglich.

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Fixkostenzuschuss

In unserer letzten Klienteninformation „BP Newsletter“ haben wir Ihnen bereits die Eckdaten bzw. Voraussetzungen des Fixkostenzuschusses aus dem Corona-Hilfsfonds des Bundes nähergebracht.

Wie Sie sicher aus den Medien erfahren haben, gibt es bereits jetzt – noch bevor eine große Anzahl an Einreichungen vorgenommen wurde – jede Menge an Zweifelsfragen. Über einige davon und unsere Ansichten dazu möchten wir Sie im Folgenden informieren:

1.        Zeitachse

Die Berechnungszeiträume, nach denen sich einerseits die Umsatzrelation zwischen 2020 zu 2019 darstellt und für die auch die Fixkosten 2020 im Sinne dieses Zuschusses berechnet werden, wurden gegenüber dem Erstentwurf der zugehörigen Richtlinien bereits bis Mitte Dezember 2020 verlängert. Die Frage, welcher Zeitraum (zweites Quartal 2020) bzw. welche drei (zusammenhängenden!) Zeiträume zwischen März und Dezember 2020 die für Sie günstigste Variante bildet, kann mangels Unterlagen derzeit und wohl auch nicht vor Jahresende 2020 beantwortet werden. Dieser „Günstigkeitsvergleich“ bedarf zudem einer zeitnahen Aufbereitung des Rechnungswesens, weshalb wir in Ihrem Interesse dringlich darum bitten, uns die Belege eines Monats bereits bis zum 15. des jeweiligen Folgemonats zu übergeben/übersenden bzw. ins Klientenportal hochzuladen.

Wenn wir diesen Rhythmus (unabhängig von der Erstellung einer UVA) einhalten können, kommen wir zu zeitnahen Grundlagen, die Ihnen nicht nur laufend helfen, sondern auch für die Beurteilung, welcher Zeitraum für den Vorjahresvergleich bzw. die Fixkostenermittlung angewendet werden soll, von Bedeutung sind. Und je früher wir uns auf die anzusetzenden Bemessungszeiträume einigen können, desto früher kann beantragt und der Eingang des Geldes erwartet werden.

2.        Fertigstellung des Antrags

Dafür benötigen wir nicht nur die Festlegung auf den zu beantragenden Betrachtungszeitraum, sondern auch die Auflistung jener Fixkosten, die Ihrem Unternehmen entstanden sind und für die Sie wegen Umsatzausfall einen Teil refundiert erhalten wollen. Einige davon sind bisher schon eindeutig angegeben (wie Mieten, Versicherungen, usw.), andere sind zumindest hinterfragenswert. Dazu gehören etwa:

  • Der Finanzierungskostenanteil der Leasingraten ist Ihnen und uns üblicherweise unbekannt. Wir könnten natürlich eine Anfrage an die jeweilige Leasingfirma richten, was bei österreichweiter Handhabung die Leasingfirmen auf Wochen hinaus beschäftigen würde. Wir würden daher vorschlagen, als Finanzierungskostenanteil vereinfachend einen fixen Prozentsatz der Leasingraten, die in den Vergleichsmonaten bezahlt wurden, zum Ansatz zu bringen (etwa 5 % der jeweiligen Raten).
  • Bei den Zinsaufwendungen, ist zu bedenken, dass nicht alle Kredite vierteljährlich abgerechnet werden. Um somit Ihre Zinsen per Quartalsende „mitspielen“ zu lassen, muss hier also darauf geachtet werden, dass Zinsen für Kredite oder Darlehen, die halb- oder ganzjährig abgerechnet werden, mit ihren aliquoten, den Betrachtungszeitraum betreffenden Anteilen erfasst werden.
  • Aus diesem Beispiel ist zugleich ersichtlich, dass es zulässig ist, einmalig anfallende Jahresbeträge umzurechnen. Dies betrifft insbesondere, aber nicht nur, die Zahlung von Versicherungsprämien oder anderen Jahresgebühren, wie WKO Umlage oder Mitgliedsbeiträge. Hier gilt wohl der Grundsatz: Kleinvieh macht auch Mist.
  • An dieser Stelle eine wichtige Anmerkung: auch Beträge, die derzeit gestundet sind, sind aliquot zu berücksichtigen! So sind etwa ausgesetzte Mieten, die zwar nicht jetzt, aber in weiterer Folge irgendwann einmal bezahlt werden (müssen), als anteilige Fixkosten anzusetzen. Davon zu unterscheiden ist eine (allenfalls auch nur befristete) Mietreduktion, die dazu führt, dass im Betrachtungszeitraum einfach nur geringere Fixkosten gegeben sind.
  • Mit einer eigenen Formulierung in den Förderrichtlinien wurde vorgesehen, dass für Steuerberatungskosten ein Betrag von € 500,00 angesetzt werden kann. Dies gilt zwar nur für Unter-nehmen, die einen Fixkostenzuschuss für weniger als € 12.000 beantragen, allerdings schließt dies unseres Erachtens nicht aus, dass die durchschnittlichen Kosten für Buchhaltung und Lohnverrechnung sowie jene für die Erstellung von Bilanz und Steuererklärungen für den Betrachtungszeitraum unabhängig davon – natürlich zeitlich aliquotiert – angesetzt werden können (dies unter dem Stichwort „sonstige Zahlungsverpflichtungen“).
  • Eine besondere Feinheit liegt auch im Ansatz eines „angemessenen Unternehmenslohns“ bei Einzelunternehmern, der auf Basis des Bescheides für das zuletzt veranlagtes Jahr (also 2018 oder 2019) zu ermitteln ist. Dieser beträgt laut der Richtlinie mind. € 666, höchstens aber € 2.666 pro Monat.
  • Allerdings sind von diesem Unternehmerlohn Nebeneinkünfte (solche als Arbeitnehmer oder als Pensionist, aus Kapital-vermögen oder aus Vermietungen) abzuziehen! Das bedeutet an sich, dass Ihnen dieser Unternehmerlohn ohne jede Kürzung nur dann als anzuerkennende Fixkosten verbleibt, wenn neben dem Betrieb, für den Sie den Fixkostenzuschuss beantragen, Einkünfte nur aus anderen gewerblichen Betrieben oder etwa aus der Landwirtschaft erzielt werden. Auch an dieser Stelle wird es wohl einer genaueren Beurteilung bedürfen, ob diese Bestimmung nicht etwa verfassungswidrig.
  • Zu diesen sonstigen Zahlungsverpflichtungen gehört unseres Erachtens der Geschäftsführungsbezug eines Geschäftsführers einer GmbH, da auch hier, gleichgültig ob es sich um einen Gesellschafter-Geschäftsführer oder Fremd-Geschäftsführer handelt, ein Vertragsverhältnis gegeben ist. Klarerweise können nur jene – allenfalls verringerten – Kosten angesetzt werden, die tatsächlich als Verbindlichkeit gegenüber diesem Geschäftsführer entstehen und diesem ausbezahlt oder gutgeschrieben werden.

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