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Birgit Priklopil Steuerberatung GmbH
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Posts by priklopil

Der Betriebsrat

Voraussetzungen der Betriebsratswahl

Der Betriebsrat ist auf Basis einer Betriebsratswahl zu errichten. Es ist einzig Sache der Belegschaft und nicht des Arbeitgebers, eine Betriebsratswahl zu organisieren und abzuwickeln. Der Arbeitgeber darf jedoch das Entstehen eines Betriebsrates nicht verhindern und muss organisatorische Hilfe leisten.

Sobald in einem Betrieb mindestens 5 familienfremde und stimmberechtigte Arbeitnehmer (unabhängig von der Staatsbürgerschaft) beschäftigt werde, kann eine Betriebsratswahl stattfinden. Stimmberechtigt sind alle Arbeitnehmer, die das 18. Lebensjahr vollendet haben.

Neben Vollzeitbeschäftigten sind auch folgende Arbeitnehmer auf die Zahl der 5 Arbeitnehmer anzurechnen:

  • Teilzeitbeschäftigte
  • Geringfügig Beschäftigte
  • Karenzierte Arbeitnehmer
  • Mitarbeiter, die den Präsenz-, Ausbildungs- oder Zivildienst absolvieren und
  • Arbeitnehmer, die längerfristig (z.B. mehr als ein halbes Jahr überlassen) dem Betrieb überlassen sind.

Nicht einzurechnen in die Mindestarbeitnehmeranzahl sind Heimarbeiter und bestimmte Familienangehörige des Dienstgebers.

Größe des Betriebsrates

Je nach Anzahl der Arbeitnehmer besteht eine unterschiedliche Anzahl an Betriebsratsmitglieder:

5 bis 9 Arbeitnehmer = 1 Betriebsratsmitglied
10 bis 19 Arbeitnehmer = 2 Betriebsratsmitglieder
20 bis 50 Arbeitnehmer = 3 Betriebsratsmitglieder
51 bis 100 Arbeitnehmer = 4 Betriebsratsmitglieder

Für je weitere 100 Arbeitnehmer erhöht sich die Anzahl der Betriebsratsmitglieder jeweils um eine weitere Person.

Aufgaben des Betriebsrates

Der Betriebsrat ist das Interessenvertretungsorgan der Arbeitnehmer auf Betriebsebene und verfügt über zahlreiche Befugnisse. Diese reichen etwa vom Abschluss von Betriebsvereinbarungen, über die Mitwirkung bei Kündigungen, Entlassungen und Versetzungen, bis hin zur Teilnahme an Aufsichtsratssitzungen in Unternehmen.

Die Funktionsperiode des Betriebsrates beträgt 5 Jahre.

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Behinderteneinstellungsgesetz

Sobald Ihr Unternehmen eine gewisse Größe und damit verbunden, eine gewisse Anzahl von Mitarbeitern erreicht, gilt es das Behinderteneinstellungsgesetz zu beachten. Ab 25 Arbeitnehmern muss im Unternehmen zumindest ein sog. „begünstigter Behinderter“ eingestellt werden.

Begünstigte behinderte Arbeitnehmer – Begriff

Begünstigte behinderte Arbeitnehmer sind Personen mit einem behördlich festgestellten Grad der Behinderung von mindestens 50%.

Begünstigte behinderte Arbeitnehmer sind neben österreichischen Staatsbürgern auch

  • EU- und EWR-Bürger sowie Schweizer Bürger und deren Familienangehörige,
  • Flüchtlinge, denen Asyl gewährt wurde,
  • Personen mit einem Aufenthaltstitel nach dem österreichischen Recht,
  • Personen mit einem Aufenthaltstitel eines anderen Mitgliedstaates der EU,
  • Personen mit einer Rot-Weiß-Rot-Karte, einer Blauen Karte EU bzw. einer Aufenthaltsbewilligung-Künstler besitzen,

falls der entsprechende Grad der Behinderung von 50% durch Bescheid des Sozialministeriums festgestellt worden ist.

Beschäftigungspflicht und Ausgleichstaxe

Alle Arbeitgeber, die in Österreich insgesamt 25 oder mehr Arbeitnehmer beschäftigen, sind verpflichtet, auf je 25 Arbeitnehmer mindestens einen begünstigten Behinderten einzustellen.

Die Arbeitgeber können diese Einstellpflicht auch erfüllen, indem sie begünstigte behinderte Arbeitnehmer in Teilzeit beschäftigen, auch wenn eine Beschäftigung unter der Geringfügigkeitsgrenze von derzeit € 446,81 monatlich vereinbart ist.

Erfüllt der Arbeitgeber die gesetzlich vorgesehene Beschäftigungspflicht nicht, hat er für jeden begünstigten Behinderten, der zu beschäftigen wäre, eine Ausgleichstaxe in Höhe von € 262,- monatlich (2019) zu entrichten.

Kündigungsschutz

Zu beachten ist weiters, dass die Gruppe der begünstigten Behinderten einen erhöhten Kündigungsschutz haben.

Grundsätzlich darf das Arbeitsverhältnis eines begünstigten Behinderten vom Arbeitgeber nur unter Einhaltung einer 4-wöchigen Kündigungsfrist gelöst werden, sofern nicht sowieso eine längere Kündigungsfrist einzuhalten ist (z.B. bei Angestellten besteht gesetzlich ohnehin eine 6-wöchige Kündigungsfrist).

Unter gewissen Voraussetzungen setzt die rechtswirksame Arbeitgeber-Kündigung eines begünstigten Behinderten sogar die vorherige Zustimmung des Behindertenausschusses voraus. Jedoch bedarf die Entlassung eines begünstigten Behinderten keine Zustimmung des Behindertenausschusses. Es besteht somit zwar ein Kündigungsschutz, aber kein Entlassungsschutz.

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SVA – Flexible Beitragsgrundlage

Da die GSVG-Beiträge erst nach Erlass des Steuerbescheides für das jeweilige Jahr endgültig berechnet werden können, werden unter dem Jahr vorläufige Beiträge vorgeschrieben. Diese vorläufigen Beiträge werden auf Basis der erzielten Einkünfte vor 3 Jahren berechnet bzw. bei Neuzugängen in der SVA wird generell nur von der Mindestbeitragsgrundlage ausgegangen. Dadurch kommt es oftmals zu erheblichen Problemen, da diese Basis sehr häufig stark von der tatsächlichen aktuellen Einkommenssituation abweicht.

Möglichkeiten

Die Basis der vorläufigen Beiträge kann je nach Fall entweder zu hoch oder auch zu niedrig sein. In beiden Fällen bietet die SVA Möglichkeiten an, dem später auftretenden Problem entgegenzuwirken.

Herabsetzung

Falls die vorläufige Grundlage zu hoch ist, kann man eine Herabsetzung – also eine Neuberechnung auf Basis der erwarteten Einkünfte – beantragen und die Beitragszahlungen so der Realität anpassen.

Die Herabsetzung ist grundsätzlich bis zur Mindestbeitragsgrundlage (monatlich max. 654,25 Euro für die Pensionsversicherung und 446,81 Euro für die Krankenversicherung) zulässig. Bei Mehrfachversicherung ist sie darüber hinaus sogar bis zur vollständigen Befreiung von der GSVG Beitragspflicht möglich.

Erhöhung

Sollte sich der Geschäftsverlauf unter dem Jahr sehr positiv entwickeln, gibt es auch die Möglichkeit, die vorläufige Beitragsgrundlage zu erhöhen. Diese Erhöhung ist bis maximal zur Höchstbeitragsgrundlage möglich. Dadurch können Nachzahlungen vermieden und deren steuerliche Auswirkung als Betriebsausgabe ins laufende Jahr vorgezogen werden.

Weitere Besonderheiten

Herabsetzungen und Erhöhungen der vorläufigen Beitragsgrundlage können von Unternehmern auch mehrmals pro Jahr beantragt werden. Jedoch gilt es zu beachten, dass Änderungen stets für das ganze Jahr gelten und nicht erst ab Antragstellung.

Natürlich muss immer auch bedacht werden, dass die Herabsetzung und Erhöhung der vorläufigen Beitragsgrundlage auch Einfluss auf Ihren Leistungsanspruch in der Krankenversicherung und auf die Höhe Ihrer Pension hat.

Mein Hinweis

Die Höhe der vorläufigen Beitragsgrundlage ist entscheidend dafür, ob Sie in der

GSVG-Krankenversicherung sach- oder geldleistungsberechtigt sind. Deshalb werden Sie z.B. zum Geldleistungsberechtigten (und können daher nicht mehr ohne weiteres mit der e-card zum Arzt gehen), wenn Sie sich auf die Höchstbeitragsgrundlage hinaufsetzen lassen. Zudem werden im Pensionsfall noch nicht nachbemessene vorläufige Beitragsgrundlagen zu endgültigen, die für die Berechnung der Pension herangezogen werden.

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ARBEITEN AM FEIERTAG

Grundsätzlich hat ein Arbeitnehmer an Feiertagen Anspruch auf eine ununterbrochene Ruhezeit von mindestens 24 Stunden, die frühestens um 0 Uhr und spätestens um 6 Uhr des Feiertages beginnen muss. Hiervon gibt es jedoch einige Ausnahmen.

Ausnahmen von der Feiertagsruhe

Während der Feiertagsruhe dürfen Arbeitnehmer nur dann beschäftigt werden, wenn dies durch

  • das Arbeitsruhegesetz (z.B. Abschluss-, Reinigungs-, Instandhaltungsarbeiten),
  • eine Verordnung des zuständigen Ministers (z.B. Tourismus),
  • eine Verordnung des Landeshauptmannes (z.B. Fremdenverkehrsregionen) oder
  • einen Kollektivvertrag (z.B. Gastronomie, Landwirtschaft)

erlaubt ist.

Entgelt für Feiertage

Der Arbeitnehmer behält für die infolge eines Feiertages ausfallende Arbeit einen Anspruch auf Entgelt (= Feiertagsentgelt). Fällt ein Feiertag auf einen freien Tag des Arbeitnehmers, gebührt hingegen kein Entgelt für diesen Tag.

Beispiel:

Der teilzeitbeschäftigte Büroangestellte arbeitet regelmäßig von Montag bis Donnerstag. Ist der Montag wegen eines Feiertages (z.B. Ostermontag) arbeitsfrei, bleibt das Monatsgehalt ungekürzt, obwohl der Büroangestellte in der Woche, in die der Ostermontag fällt, nur an 3 Tagen (Dienstag bis Donnerstag) arbeitet.

Wer an einem Feiertag tatsächlich beschäftigt wird, erhält zusätzlich zum Monatsentgelt für jede von ihm am Feiertag geleistete Stunde eine Abgeltung in der Höhe des normalen Stundensatzes, also das Feiertagsarbeitsentgelt.

Beispiel:

Ein Mietwagenlenker arbeitet regelmäßig von Montag bis Donnerstag. Er ist am Ostermontag 5 Stunden im Dienst. Neben dem Feiertagsentgelt (= ungekürzter Monatsbezug) erhält er die am Ostermontag geleisteten 5 Stunden mit dem Normalstundensatz abgegolten.

Arbeitet der Arbeitnehmer allerdings mehr als die normalerweise für diesen Wochentag vorgesehene Arbeitszeit, liegt Überstundenarbeit vor.

Bitte beachten Sie:

Sollten Sie in Ihrem Betrieb Mitarbeiter an Feiertagen beschäftigten, müssen Sie uns unbedingt (falls wir Ihre Lohnverrechnung durchführen) monatlich bekanntgeben, welche Mitarbeiter wie viele Stunden am Feiertag arbeiten bzw. gearbeitet haben!

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KAMMERUMLAGEN

Neben der Grundumlage, die grundsätzlich jedes Wirtschaftskammer-Mitglied zu entrichten hat, gibt es auch noch die Kammerumlage 1 (KU1) sowie die Kammerumlage 2 (KU2 oder DZ). Diese Umlagen dienen der Finanzierung der unterschiedlichen nach dem Wirtschaftskammergesetz errichteten Organisationen (Landeskammern, Fachgruppen, Fachvertretungen und Fachverbände).

Grundumlage (GU)

Grundsätzlich hat jedes Mitglied der Wirtschaftskammer die Grundumlage für die Mitgliedschaft je Fachgruppe (Fachverband) zu entrichten. Sie ist eine unteilbare Jahresumlage und auch für das Kalenderjahr zu entrichten, in dem die Mitgliedschaft begründet oder beendet wird.

Die Höhe der Grundumlage ist je Fachorganisation unterschiedlich hoch und ist jährlich von der Fachgruppe zu beschließen. Sie kann auf Grund einer allgemein feststellbaren Bemessungsgrundlage (z.B. Gehaltssumme, Anzahl der Beschäftigten, etc.) und/oder in einem festen Betrag festgesetzt werden.

Die vorgeschriebene Grundumlage wird binnen einem Monat nach Erhalt der Vorschreibung fällig.

Kammerumlage (KU1)

Auch die KU1 muss grundsätzlich von jedem WK-Mitglied entrichtet werden. Es besteht jedoch eine Freigrenze von € 150.000,-. Sofern die im Inland erzielten steuerbaren Nettoumsätze im Kalenderjahr unter dieser Freigrenze sind, so ist keine KU1 zu entrichten.

Die KU1 wird grundsätzlich von den Vorsteuern des Unternehmens berechnet. Der KU1-Satz ist dabei für alle Bundesländer einheitlich. Eine wesentliche Neuerung ab 2019 ist die Einführung eines degressiven Staffeltarifs, sodass mit steigender Bemessungsgrundlage die relative Belastung durch die Umlage sinkt. Bei einer Bemessungsgrundlage bis zu € 3 Mio. pro Jahr, kommt der Hebesatz von 0,29% zur Anwendung. Übersteigt die Bemessungsgrundlage die € 3 Mio. nimmt der Tarif je nach tatsächlicher Höhe der Bemessungsgrundlage ab.

Die KU1 ist eine Selbstbemessungsabgabe und somit vom Mitglied selbst zu berechnen und spätestens bis zum 15. des auf das Kalendervierteljahr zweitfolgenden Kalendermonats an jenes Finanzamt zu leisten, dem auch die Zuständigkeit im Bereich der Umsatzsteuer obliegt.

Die Termine für die Entrichtung sind somit: 15.5., 15.8., 15.11. sowie 15.2. Die Beiträge werden Ihnen mit der jeweiligen Umsatzsteuervoranmeldung von uns berechnet und vorgeschrieben.

Kammerumlage (KU2)

Die KU2 hat jedes Wirtschaftskammer-Mitglied, das Dienstnehmer beschäftigt, zu entrichten. Übersteigen aber die im Kalendermonat ausgezahlten Bruttolöhne den Betrag von € 1.460,- nicht, so kann zur Ermittlung der Bemessungsgrundlage dieser Betrag um € 1.095,- reduziert werden.

Als Bemessungsgrundlage für die KU2 (= DZ – Dienstgeberzuschlag zum Dienstgeberbeitrag) ist die Beitragsgrundlage für den Dienstgeberbeitrag (DB) zum Familienlastenausgleichsfond heranzuziehen.

Der KU2-Satz setzt sich aus einem Bundeskammer-Anteil in Höhe von derzeit 0,14% und einem von jeder Landeskammer festgesetzten Anteil zusammen (z.B. für Burgenland gesamt 0,42% in 2019).

Die KU2 ist wie die KU1 eine Selbstberechnungsabgabe. Sie ist monatlich zu berechnen und bis spätestens 15. des nächstfolgenden Kalendermonats an das zuständige Finanzamt zu entrichten. Der Beitrag wird Ihnen mit der monatlichen Lohnverrechnung übermittelt.

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TOURISMUSFÖRDERUNGSBEITRAG BURGENLAND

Alle Unternehmer (sowohl natürliche als auch juristische Personen), die im Burgenland eine gewerbliche oder berufliche Tätigkeit selbständig ausüben, sind grundsätzlich gemäß Burgenländischen Tourismusgesetz verpflichtet, für jedes Kalenderjahr einen Tourismusförderungsbeitrag bis spätestens 15.04. des jeweiligen Jahres an die Burgenländische Landesregierung abzuführen und eine Beitragserklärung abzugeben.

Besonderheiten

Der Tourismusförderungsbeitrag wurde im Burgenland im Jahr 1992 eingeführt und bildet zusammen mit der von den Gästen des Landes zu tragender Ortstaxe ein budgetäres Fundament der Tourismusverbände vor Ort und im Land.

Der Tourismusförderungsbeitrag ist für jene Gemeinde zu berechnen, innerhalb deren Gebiet sich der Sitz oder die Betriebsstätte des Unternehmens befindet und in welcher die Tätigkeit ausgeübt wird, die die Beitragspflicht begründet.

Als Beitragsgrundlage werden die im zweitvorangegangenen Jahr erzielten, steuerbaren Umsätze im Burgenland herangezogen. Diese Beitragsgrundlage wird anschließend mit dem jeweils anzuwendenden Promillesatz multipliziert, welcher auf Basis der eingestuften Beitragsgruppe (A bis D) und der jeweiligen Ortsklasseneinteilung festgelegt ist.  Die Beitragsgruppeneinteilung, die Ortsklassen-einteilung sowie die unterschiedlichen Promillesätze und Berechnungsschlüssel können unter folgendem Link eingesehen werden:

https://www.burgenland.at/themen/tourismus/tourismusgesetz/

Jeder Beitragspflichtige hat bis 15.04. eines jeden Jahres der Burgenländischen Landesregierung eine Erklärung über den, für die Beitragsbemessung, maßgebenden Umsatz und den sich danach ergebenden Tourismusförderungsbeitrag abzugeben (Beitragserklärung) und den errechneten Beitrag zu entrichten.

Weitere Besonderheiten

Ergibt sich bei der Berechnung eine Beitragshöhe von weniger als 15 Euro (Bagatellgrenze), so ist kein Beitrag zu entrichten. Außerdem gibt es für jede Beitragsgruppe einen festgelegten Höchstbetrag.

Falls Sie Umsätze aus Privatzimmervermietung erzielen, ist für den Tourismusförderungsbeitrag ein jährlicher Pauschalbetrag zu entrichten.

Bitte beachten Sie, dass der Tourismusförderungsbeitrag Landessache ist und dementsprechend in jedem Bundesland etwas anders berechnet bzw. gehandhabt wird.

Die oben beschriebenen Besonderheiten sind ausschließlich für Unternehmen mit Sitz oder Betriebsstätte im Burgenland zu beachten.

In Niederösterreich zum Beispiel, erhalten Unternehmer ein Formular von der Gemeinde und werden damit aufgefordert den Tourismusförderungsbeitrages zu berechnen und zu entrichten. In diesem Fall würden wir Sie bitten, uns dieses Formular umgehend nach Erhalt zur Berechnung weiterzuleiten.

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NEUER VERSICHERUNGSTRÄGER „SVS“ ab 2020

Wie vom Gesetzgeber gewünscht, erfolgt eine Neuordnung der Sozialversicherung. Es wird künftig ein 5-Träger-Modell in der Sozialversicherung geben. Die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA) und die Sozialversicherungsanstalt der Bauern (SVB) verschmelzen und bilden zusammen ab 1. Jänner 2020 den neuen Versicherungsträger „Sozialversicherungsanstalt der Selbständigen“ oder kurz „SVS“.


Neuheiten SVS

Wie vom Gesetzgeber gewünscht, erfolgt eine Neuordnung der Sozialversicherung. Es wird künftig ein 5-Träger-Modell in der Sozialversicherung geben. Die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA) und die Sozialversicherungsanstalt der Bauern (SVB) verschmelzen und bilden zusammen ab 1. Jänner 2020 den neuen Versicherungsträger „Sozialversicherungsanstalt der Selbständigen“ oder kurz „SVS“.

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FREIWILLIGE ARBEITSLOSENVERSICHERUNG

Es ist für Selbständige nun leichter geworden, sich für Krisenzeiten zu wappnen. Denn der Nationalrat hat kurz vor Jahresende 2018 beschlossen, die Beiträge zur freiwilligen Arbeitslosenversicherung zu senken. Dies sind eindeutig gute Nachrichten für Selbständige! Bitte finden Sie nachfolgend eine kurze Übersicht der Änderungen.

Änderungen der freiwilligen ALV

Rückwirkend ab 1. Juli 2018 beträgt der Prozentsatz in der niedrigsten Stufe der freiwilligen Arbeitslosenversicherung nur noch 3% (statt bisher 6%). Man kann sich also deutlich günstiger als bisher vor finanziellen Sorgen in joblosen Zeiten schützen. Es gibt insgesamt drei Beitragsstufen, woraus sich auch die Höhe eines allfälligen Arbeitslosengeldes ergibt:

Klassifizierung Versicherungsbeitrag pro Monat Ergibt Arbeitslosengeld pro Tag
Stufe 1 € 45,68 € 24,47
Stufe 2 € 182,70 € 38,86
Stufe 3 € 274,05 € 53,71


Berechtigt sind:

  • Selbständige, die nach dem Gewerblichen Sozialversicherungsgesetz (GSVG) oder dem Sozialversicherungsgesetz der freiberuflich selbständigen Erwerbstätigen (FSVG) pensionsversichert sind, sowie
  • Freiberuflich tätige Rechtsanwälte


Weitere Aspekte

Viele Selbständige brauchen keine freiwillige Arbeitslosenversicherung, weil sie aus ihrer Zeit als Arbeitnehmer bereits Ansprüche erworben haben, die bei späterer Selbständigkeit erhalten bleiben.

Wer sich freiwillig versichern möchte, kann dies unmittelbar nach Beginn der Selbständigkeit oder innerhalb der folgenden 6 Monate tun. Andernfalls ist ein Abschluss erst nach 8 Jahren wieder möglich. Auch die Kündigung einer freiwilligen Arbeitslosenversicherung kann erst 8 Jahre nach deren Abschluss erfolgen.

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TIPPS FÜR IHRE ARBEITNEHMERVERANLAGUNG 2018

Wenn Sie im Jahr 2018 ausschließlich lohnsteuerpflichtige Einkünfte hatten, können Sie (bzw. wir für Sie) Ihre Arbeitnehmerveranlagung 2018 bereits beim Finanzamt einreichen. Sollte keine Veranlagung für 2018 eingereicht werden und es besteht dennoch eine Steuergutschrift, so führt das Finanzamt unter bestimmten Voraussetzungen eine automatische (antragslose) Arbeitnehmerveranlagung durch.

Absetzbeträge

Grundsätzlich kürzen die sog. Absetzbeträge die zu bezahlende Steuer.

Alleinverdiener bzw. Alleinerzieher können unter bestimmten Voraussetzungen (u.a. Bezug der Familienbeihilfe für mind. 7 Monate) im Rahmen der Arbeitnehmerveranlagung einen Absetzbetrag in Höhe von € 494,- pro Jahr bei einem Kind (€ 669,- bei zwei Kindern, € 889,- bei drei Kindern und für jedes weitere Kind € 220,-) geltend machen.

Bei Unterhaltsleistungen für ein nicht haushaltszugehöriges Kind, für das keine Familienbeihilfe gewährt wird, kann sofern der gesetzliche Unterhalt (Alimente) geleistet wurde, ein Unterhaltsabsetzbetrag pro Monat in Höhe von € 29,20 für das erste Kind (€ 43,80 für das zweite Kind und € 58,40 für das dritte und jedes weitere alimentierte Kind) abgesetzt werden.

Negativsteuer

Auch für Arbeitnehmer, die keine Lohnsteuer, sondern nur Sozialversicherungsbeiträge bezahlen, kann es sinnvoll sein, eine Veranlagung durchzuführen. Arbeitnehmer können für 2018 maximal € 400,- (Pendler sogar max. € 500,- und Pensionisten max. € 110,-) der SV-Beiträge zurückerstattet bekommen.

Auch der Alleinverdienerabsetzbetrag ist negativsteuerfähig.

Kinderfreibetrag

Für jedes Kind, für das mehr als 6 Monate im Kalenderjahr Familienbeihilfe bezogen wird, kann in 2018 ein Freibetrag von € 440,- beantragt werden.

Machen beide Elternteile den Kinderfreibetrag im Rahmen Ihrer Arbeitnehmerveranlagung geltend, beträgt er pro Elternteil € 300,- jährlich.

Für Kinder, für die mehr als 6 Monate im Kalenderjahr ein Unterhaltsabsetzbetrag zusteht, besteht ebenfalls ein Anspruch auf einen Kinderfreibetrag in Höhe von € 300,- jährlich.

Sonderausgaben, Werbungskosten, außergewöhnliche Belastungen

Zu den Werbungskosten zählen z.B. Aus- und Fortbildungskosten, aber auch Umschulungsmaßnahmen, Fachliteratur und Fahrt- und Reisekosten. Um hier einen Steuervorteil erzielen zu können, sollten die Werbungskosten € 132,- übersteigen, da ein Werbungskostenpauschale in dieser Höhe bei der laufenden Lohnverrechnung bereits berücksichtigt wird.

Bestimmte Berufsgruppen, wie z.B. Vertreter, Journalisten, Politiker, Expatriates können ein deutlich höheres Werbungskostenpauschale geltend machen. Pendler können im Rahmen der Arbeitnehmerveranlagung auch die Pendlerpauschale und den Pendlereuro als Werbungskosten geltend machen, falls dieses nicht bereits im Zuge der monatlichen Lohnverrechnung berücksichtigt wurde.

Als Sonderausgaben sind zum Beispiel bestimmte Spenden (bis max. 10% des Gesamtbetrages der Einkünfte 2018), Steuerberatungskosten, Kirchenbeiträge (bis € 400,- jährlich) und Nachkäufe von Pensionsversicherungsmonaten absetzbar. Sogenannte „Topf-Sonderausgaben“ (z.B. Versicherungsprämien, Aufwendungen iZm Wohnraumschaffung) können für die Veranlagung 2018 grundsätzlich nur mehr für Altverträge (abgeschlossen vor 2016) abgesetzt werden.

Außergewöhnliche Belastungen sind nicht alltägliche Belastungen, die zwangsläufig entstehen. Hier ist oftmals ein einkommensabhängiger Selbstbehalt zu berücksichtigen. So können unter anderem bestimmte Kinderbetreuungskosten bis max. € 2.300,- pro Kind für 2018 letztmalig auch noch ohne Selbstbehalt abgesetzt werden. Aber auch Katastrophenschäden, Krankheitskosten und Pflegekosten können außergewöhnliche Belastungen darstellen.

Mein Hinweis

Ab dem Jahr 2019 kann der Kinderfreibetrag nicht mehr in Anspruch genommen werden, da ab 1.1.2019 der Familienbonus Plus an dessen Stelle beantragt werden kann. Dieser hat den Vorteil, dass er bereits im Rahmen der monatlichen Lohnabrechnung geltend gemacht werden kann.

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Ziel der Steuerberatungskanzlei Priklopil 2019+

Was ist Ihr Ziel für das neue Jahr? Unser Ziel ist es, unsere Klienten umfassend, persönlich und so schnell wie möglich mit den richtigen Informationen zu versorgen. Unsere Kanzlei hat aber nicht nur Ziele für das Jahr 2019, sondern weit darüber hinaus.

In einem Visionsworkshop mit dem Unternehmensberater Horst Hochstöger vom Unternehmerkraftwerk (www.unternehmerkraftwerk.com) haben wir im Team angefangen, die Vision der Birgit Priklopil Steuerberatung GmbH zu erarbeiten, sodass alle Mitarbeiter wissen in welche Richtung wir gehen werden. Es war sehr spannend Inputs vom Digitalisierungsexperten Horst Hochstöger zu erhalten und zu erfahren, wohin die digitalen Trends gehen. Da wir uns als junge und dynamische Steuerberatung positioniert haben, werden wir dies auch in Zukunft tun!

 

Wenn wir Sie unterstützen können Ihre Ziele zu erreichen, dann lassen Sie es uns wissen! Neben unserem umfangreichen Portfolio haben wir ein großes Netzwerk an großartigen Unternehmern, die Sie bei jeder Zielerreichung – sei es auf persönlicher oder finanzieller Ebene – unterstützen können.

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