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Birgit Priklopil Steuerberatung GmbH
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birgit.priklopil@priklopil.co.at

Archives for April 2019

ARBEITEN AM FEIERTAG

Grundsätzlich hat ein Arbeitnehmer an Feiertagen Anspruch auf eine ununterbrochene Ruhezeit von mindestens 24 Stunden, die frühestens um 0 Uhr und spätestens um 6 Uhr des Feiertages beginnen muss. Hiervon gibt es jedoch einige Ausnahmen.

Ausnahmen von der Feiertagsruhe

Während der Feiertagsruhe dürfen Arbeitnehmer nur dann beschäftigt werden, wenn dies durch

  • das Arbeitsruhegesetz (z.B. Abschluss-, Reinigungs-, Instandhaltungsarbeiten),
  • eine Verordnung des zuständigen Ministers (z.B. Tourismus),
  • eine Verordnung des Landeshauptmannes (z.B. Fremdenverkehrsregionen) oder
  • einen Kollektivvertrag (z.B. Gastronomie, Landwirtschaft)

erlaubt ist.

Entgelt für Feiertage

Der Arbeitnehmer behält für die infolge eines Feiertages ausfallende Arbeit einen Anspruch auf Entgelt (= Feiertagsentgelt). Fällt ein Feiertag auf einen freien Tag des Arbeitnehmers, gebührt hingegen kein Entgelt für diesen Tag.

Beispiel:

Der teilzeitbeschäftigte Büroangestellte arbeitet regelmäßig von Montag bis Donnerstag. Ist der Montag wegen eines Feiertages (z.B. Ostermontag) arbeitsfrei, bleibt das Monatsgehalt ungekürzt, obwohl der Büroangestellte in der Woche, in die der Ostermontag fällt, nur an 3 Tagen (Dienstag bis Donnerstag) arbeitet.

Wer an einem Feiertag tatsächlich beschäftigt wird, erhält zusätzlich zum Monatsentgelt für jede von ihm am Feiertag geleistete Stunde eine Abgeltung in der Höhe des normalen Stundensatzes, also das Feiertagsarbeitsentgelt.

Beispiel:

Ein Mietwagenlenker arbeitet regelmäßig von Montag bis Donnerstag. Er ist am Ostermontag 5 Stunden im Dienst. Neben dem Feiertagsentgelt (= ungekürzter Monatsbezug) erhält er die am Ostermontag geleisteten 5 Stunden mit dem Normalstundensatz abgegolten.

Arbeitet der Arbeitnehmer allerdings mehr als die normalerweise für diesen Wochentag vorgesehene Arbeitszeit, liegt Überstundenarbeit vor.

Bitte beachten Sie:

Sollten Sie in Ihrem Betrieb Mitarbeiter an Feiertagen beschäftigten, müssen Sie uns unbedingt (falls wir Ihre Lohnverrechnung durchführen) monatlich bekanntgeben, welche Mitarbeiter wie viele Stunden am Feiertag arbeiten bzw. gearbeitet haben!

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KAMMERUMLAGEN

Neben der Grundumlage, die grundsätzlich jedes Wirtschaftskammer-Mitglied zu entrichten hat, gibt es auch noch die Kammerumlage 1 (KU1) sowie die Kammerumlage 2 (KU2 oder DZ). Diese Umlagen dienen der Finanzierung der unterschiedlichen nach dem Wirtschaftskammergesetz errichteten Organisationen (Landeskammern, Fachgruppen, Fachvertretungen und Fachverbände).

Grundumlage (GU)

Grundsätzlich hat jedes Mitglied der Wirtschaftskammer die Grundumlage für die Mitgliedschaft je Fachgruppe (Fachverband) zu entrichten. Sie ist eine unteilbare Jahresumlage und auch für das Kalenderjahr zu entrichten, in dem die Mitgliedschaft begründet oder beendet wird.

Die Höhe der Grundumlage ist je Fachorganisation unterschiedlich hoch und ist jährlich von der Fachgruppe zu beschließen. Sie kann auf Grund einer allgemein feststellbaren Bemessungsgrundlage (z.B. Gehaltssumme, Anzahl der Beschäftigten, etc.) und/oder in einem festen Betrag festgesetzt werden.

Die vorgeschriebene Grundumlage wird binnen einem Monat nach Erhalt der Vorschreibung fällig.

Kammerumlage (KU1)

Auch die KU1 muss grundsätzlich von jedem WK-Mitglied entrichtet werden. Es besteht jedoch eine Freigrenze von € 150.000,-. Sofern die im Inland erzielten steuerbaren Nettoumsätze im Kalenderjahr unter dieser Freigrenze sind, so ist keine KU1 zu entrichten.

Die KU1 wird grundsätzlich von den Vorsteuern des Unternehmens berechnet. Der KU1-Satz ist dabei für alle Bundesländer einheitlich. Eine wesentliche Neuerung ab 2019 ist die Einführung eines degressiven Staffeltarifs, sodass mit steigender Bemessungsgrundlage die relative Belastung durch die Umlage sinkt. Bei einer Bemessungsgrundlage bis zu € 3 Mio. pro Jahr, kommt der Hebesatz von 0,29% zur Anwendung. Übersteigt die Bemessungsgrundlage die € 3 Mio. nimmt der Tarif je nach tatsächlicher Höhe der Bemessungsgrundlage ab.

Die KU1 ist eine Selbstbemessungsabgabe und somit vom Mitglied selbst zu berechnen und spätestens bis zum 15. des auf das Kalendervierteljahr zweitfolgenden Kalendermonats an jenes Finanzamt zu leisten, dem auch die Zuständigkeit im Bereich der Umsatzsteuer obliegt.

Die Termine für die Entrichtung sind somit: 15.5., 15.8., 15.11. sowie 15.2. Die Beiträge werden Ihnen mit der jeweiligen Umsatzsteuervoranmeldung von uns berechnet und vorgeschrieben.

Kammerumlage (KU2)

Die KU2 hat jedes Wirtschaftskammer-Mitglied, das Dienstnehmer beschäftigt, zu entrichten. Übersteigen aber die im Kalendermonat ausgezahlten Bruttolöhne den Betrag von € 1.460,- nicht, so kann zur Ermittlung der Bemessungsgrundlage dieser Betrag um € 1.095,- reduziert werden.

Als Bemessungsgrundlage für die KU2 (= DZ – Dienstgeberzuschlag zum Dienstgeberbeitrag) ist die Beitragsgrundlage für den Dienstgeberbeitrag (DB) zum Familienlastenausgleichsfond heranzuziehen.

Der KU2-Satz setzt sich aus einem Bundeskammer-Anteil in Höhe von derzeit 0,14% und einem von jeder Landeskammer festgesetzten Anteil zusammen (z.B. für Burgenland gesamt 0,42% in 2019).

Die KU2 ist wie die KU1 eine Selbstberechnungsabgabe. Sie ist monatlich zu berechnen und bis spätestens 15. des nächstfolgenden Kalendermonats an das zuständige Finanzamt zu entrichten. Der Beitrag wird Ihnen mit der monatlichen Lohnverrechnung übermittelt.

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TOURISMUSFÖRDERUNGSBEITRAG BURGENLAND

Alle Unternehmer (sowohl natürliche als auch juristische Personen), die im Burgenland eine gewerbliche oder berufliche Tätigkeit selbständig ausüben, sind grundsätzlich gemäß Burgenländischen Tourismusgesetz verpflichtet, für jedes Kalenderjahr einen Tourismusförderungsbeitrag bis spätestens 15.04. des jeweiligen Jahres an die Burgenländische Landesregierung abzuführen und eine Beitragserklärung abzugeben.

Besonderheiten

Der Tourismusförderungsbeitrag wurde im Burgenland im Jahr 1992 eingeführt und bildet zusammen mit der von den Gästen des Landes zu tragender Ortstaxe ein budgetäres Fundament der Tourismusverbände vor Ort und im Land.

Der Tourismusförderungsbeitrag ist für jene Gemeinde zu berechnen, innerhalb deren Gebiet sich der Sitz oder die Betriebsstätte des Unternehmens befindet und in welcher die Tätigkeit ausgeübt wird, die die Beitragspflicht begründet.

Als Beitragsgrundlage werden die im zweitvorangegangenen Jahr erzielten, steuerbaren Umsätze im Burgenland herangezogen. Diese Beitragsgrundlage wird anschließend mit dem jeweils anzuwendenden Promillesatz multipliziert, welcher auf Basis der eingestuften Beitragsgruppe (A bis D) und der jeweiligen Ortsklasseneinteilung festgelegt ist.  Die Beitragsgruppeneinteilung, die Ortsklassen-einteilung sowie die unterschiedlichen Promillesätze und Berechnungsschlüssel können unter folgendem Link eingesehen werden:

https://www.burgenland.at/themen/tourismus/tourismusgesetz/

Jeder Beitragspflichtige hat bis 15.04. eines jeden Jahres der Burgenländischen Landesregierung eine Erklärung über den, für die Beitragsbemessung, maßgebenden Umsatz und den sich danach ergebenden Tourismusförderungsbeitrag abzugeben (Beitragserklärung) und den errechneten Beitrag zu entrichten.

Weitere Besonderheiten

Ergibt sich bei der Berechnung eine Beitragshöhe von weniger als 15 Euro (Bagatellgrenze), so ist kein Beitrag zu entrichten. Außerdem gibt es für jede Beitragsgruppe einen festgelegten Höchstbetrag.

Falls Sie Umsätze aus Privatzimmervermietung erzielen, ist für den Tourismusförderungsbeitrag ein jährlicher Pauschalbetrag zu entrichten.

Bitte beachten Sie, dass der Tourismusförderungsbeitrag Landessache ist und dementsprechend in jedem Bundesland etwas anders berechnet bzw. gehandhabt wird.

Die oben beschriebenen Besonderheiten sind ausschließlich für Unternehmen mit Sitz oder Betriebsstätte im Burgenland zu beachten.

In Niederösterreich zum Beispiel, erhalten Unternehmer ein Formular von der Gemeinde und werden damit aufgefordert den Tourismusförderungsbeitrages zu berechnen und zu entrichten. In diesem Fall würden wir Sie bitten, uns dieses Formular umgehend nach Erhalt zur Berechnung weiterzuleiten.

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