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Birgit Priklopil Steuerberatung GmbH
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Archives for Dezember 2018

Inventur zum 31.12.2018

Zum Jahresende sind Sie verpflichtet, eine Inventur zu erstellen. Die Inventur kann sowohl händisch als auch in Excel erfasst werden und sollte zumindest folgende Angaben enthalten:

 

Menge                        Einkaufspreis                        Bezeichnung           Gesamtwert
Stück/Liter/Kilo         Pro Einheit Art, Größe,             Artikelnummer           Menge x Preis

 

Grundsätzlich ist bei der Inventur die Menge exakt zu bestimmen und die Vermögensgegenstände einzeln zu erfassen und zu bewerten. Dies kann durch zählen, wiegen oder messen geschehen. Es ist allerdings erlaubt, gleichartige Gegenstände zu einer Gruppe zusammenzufassen und mit einem Durchschnittswert (Preis) anzusetzen. Eine ordnungsgemäße Bestandsaufnahme ist am Bilanzstichtag oder innerhalb von 10 Tagen vor oder nach diesem Stichtag durchzuführen.

 

Auch die Erfassung der Kilometerstände betrieblich genutzter PKW bzw. LKW zum Bilanzstichtag gehört zu einer ordnungsgemäßen Inventur.

 

Ebenfalls zur Inventur gehört die Aufnahme von sämtlichen Forderungen und Verbindlichkeiten. Das heißt es sollten alle Leistungen, die bis zum 31.12.2018 geleistet wurden abgerechnet werden. Ist eine Abrechnung nicht möglich, dann muss zumindest der Grad des fertigen Auftrages bzw. die bereits geleisteten Stunden aufgezeichnet werden. Es handelt sich hierbei um sogenannten „noch nicht abrechenbare Leistungen“, welche ebenfalls ein wichtiger Teil einer Bilanz darstellen.

 

Gleiches gilt für Verbindlichkeiten. Alle Rechnungen, welche den Leistungszeitraum 2018 betreffen, aber erst zu einem späteren Zeitpunkt gelegt werden, gehören in die Bilanz 2018 aufgenommen.

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Arbeitszeitnovelle 2018

Seit 1.9.2018 gilt die Arbeitszeitnovelle 2018, deren Kernstück die Ausweitung der Höchstgrenzen der Arbeitszeit auf bis zu zwölf Stunden am Tag ist. Die tägliche Höchstarbeitszeit wurde von zehn auf zwölf Stunden und die wöchentliche Höchstarbeitszeit von 50 auf 60 Stunden erhöht. Somit dürfen nun Mitarbeiter bei entsprechendem Bedarf bis zu zwölf Stunden beschäftigt werden, ohne dass es sich dabei um ein Verwaltungsstrafdelikt handelt, für das früher hohe Geldstrafen drohten.

 

Ablehnungsrecht der Arbeitnehmer

Im Rahmen der Arbeitszeitnovelle ist das Ablehnungsrecht der Arbeitnehmer zu beachten. Wenn durch Überstunden die Tagesarbeitszeit von zehn Stunden oder die Wochenarbeitszeit von 50 Stunden überschritten wird, können Arbeitnehmer diese Überstunden ohne Angabe von Gründen ablehnen.

Hat der Arbeitnehmer die Leistung von Überstunden ohne Angabe von Gründen abgelehnt, darf er deshalb – insbesondere hinsichtlich des Entgelts, der Aufstiegsmöglichkeiten und der Versetzung – nicht benachteiligt werden, vor allem darf er deswegen nicht gekündigt werden.

 

Interessensabwägung

Voraussetzung für die Anordnung von Überstunden ist jedenfalls das Vorliegen eines erhöhten Arbeitsbedarfs. Weiters ist eine Interessensabwägung zwischen den betrieblichen Interessen des Dienstgebers und den persönlichen Interessen des Arbeitnehmers notwendig. Nur bei Überwiegen der betrieblichen Interessen ist der Arbeitnehmer zur Überstundenleistung verpflichtet.

Das Recht zur Ablehnung der Leistung von Überstunden, durch die die Tagesarbeitszeit von 10 Stunden oder die Wochenarbeitszeit von 50 Stunden überschritten würde, geht über diese Interessenabwägung hinaus. Der Arbeitnehmer braucht weder anzugeben, aus welchen Gründen er die Leistung der Überstunden ablehnt, noch ist ein Abgleich mit den Interessen des Arbeitgebers an der Ableistung von Überstunden notwendig.

 

Abgeltung der Überstunden

Wenn durch Überstunden die Tagesarbeitszeit von zehn Stunden oder die Wochenarbeitszeit von 50 Stunden überschritten wird, können die Arbeitnehmer selbst bestimmen, ob sie eine Abgeltung in Geld oder durch Zeitausgleich wollen.

 

Mein Hinweis

Durch die gesetzlichen Änderungen sind neben leitenden Angestellten nun auch nahe Angehörige des Arbeitgebers sowie sonstige Arbeitnehmer, denen maßgeblich selbständige Entscheidungsbefugnis übertragen ist, vom Geltungsbereich des Arbeitszeitgesetzes und des Arbeitsruhegesetzes ausgenommen.

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WIR WÜNSCHEN IHNEN FROHE UND BESINNLICHE WEIHNACHTEN!

Zum Abschluss möchten wir Ihnen noch fröhliche Weihnachten, ein besinnliches Fest mit Ihrer Familie und einen guten Rutsch ins neue Jahr wünschen. Ich bedanke mich für die gute Zusammenarbeit im Jahr 2018 und freue mich darauf, Ihnen auch im nächsten Jahr wieder mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Öffnungszeiten während der Weihnachtsfeiertage:

Meine Kanzlei ist von 24. bis 26. Dezember sowie von 31. Dezember bis 1. Jänner geschlossen. An den restlichen Tagen sind wir, wie gewohnt, jederzeit für Sie da.

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Achtung, Betrüger unterwegs!

Zum Abschluss möchte ich Ihnen noch mitteilen, dass aktuell wieder vermehrt Phishing-Mails und sonstige „Fake-Rechnungen“ von Betrügern direkt an Firmen versendet werden. Dem ersten Anschein nach, handelt es sich dabei um korrekte Emails und Rechnungen von vermeintlichen staatlichen Behörden oder sogar vom Finanzamt. Vor allem bei Unternehmensgründungen ist hier allerhöchste Vorsicht geboten! Es wird dabei immer die Einzahlung von Gebühren oder Kosten für irgendeine Eintragung z.B. im Marken- oder Gewerberegister verlangt. Der IBAN ist aber meist ein ausländischer IBAN. Hier können Sie erkennen, dass es sich um falsche Rechnungen handelt, denn eine österreichische Behörde wird auch immer ein österreichisches Bankkonto haben.

 

Bitte seien Sie hier vorsichtig und kontaktieren Sie uns, falls Sie bei einer Rechnung oder bei einem Email nicht sicher sind. Diesem Newsletter hängen wir außerdem drei beispielhafte Fake-Rechnungen an. Weiters finden Sie auch auf unserer Facebook Seite stets Updates, falls wieder neue Betrüger im Umlauf sind.

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Kryptowährung – steuerliche Behandlung

Da derzeit Kryptowährungen und sein bekanntester Vertreter Bitcoin in aller Munde sind, möchte ich Ihnen auch diesbezüglich kurz die derzeitige steuerliche Situation in Österreich darlegen. Grundsätzlich wird Kryptowährung von der österreichischen Finanzverwaltung derzeit weder als offizielle Währung noch als Finanzinstrument anerkannt. Nach Ansicht des Bundesministeriums für Finanzen sind sie als „sonstige (unkörperliche) Wirtschaftsgüter“ einzuordnen, die nicht abnutzbar sind.

 

Steuerliche Behandlung

Hinsichtlich der steuerlichen Behandlung von Kryptowährungen ist grundsätzlich zu unterscheiden, ob diese im Privatvermögen oder im Betriebsvermögen gehalten werden.

 

Haltung im Privatvermögen

Werden Kryptowährungen wie z.B. Bitcoins im Privatvermögen gehalten, dann ist zu unterscheiden, ob diese „zinstragend veranlagt“ werden oder nicht. Eine zinstragende Veranlagung liegt vor, wenn Kryptowährungen an andere Marktteilnehmer (Private oder Unternehmen) verliehen werden. In diesem Fall sind die Einkünfte, die durch die Verleihung erzielt werden (z.B. zusätzliche Bitcoins) als „Zinsen“ und somit als „Einkünfte aus Kapitalvermögen“ mit dem Sondersteuersatz von 27,5% zu versteuern.

Liegt keine „zinstragende Veranlagung“ vor, dann tritt eine Steuerpflicht nur dann ein, wenn die Behaltedauer kürzer als 1 Jahr ist („Spekulationsfrist“). Werden also z.B. Bitcoins angeschafft und erst nach einem Jahr wieder veräußert, so ist der Gewinn aus einer realisierten Wertsteigerung nicht steuerpflichtig.

Beim Tausch von Kryptowährungen mit anderen Kryptowährungen (z.B. Bitcoin mit Ethereum) oder mit offiziellen Währungen (z.B. Bitcoin mit Euro) ist einkommensteuerrechtlich jeweils von einer Anschaffung bzw. einer Veräußerung auszugehen.

 

Haltung im Betriebsvermögen

Halten natürliche Personen Kryptowährungen im Betriebsvermögen sind die steuer- und unternehmensrechtlichen Bewertungsvorschriften einzuhalten und dementsprechend sind die Kryptos wie „sonstige betriebliche Wirtschaftsgüter“ zu behandeln. Somit müssen sie dem Anlagevermögen oder Umlaufvermögen zugeordnet werden und die jeweiligen Kursgewinne oder Kursverluste sind im Rahmen der Gewinnermittlung zu berücksichtigen. Die daraus resultierenden Einkünfte sind anschließend zum Tarif zu versteuern.

Eine Besonderheit gibt es jedoch auch im Betriebsvermögen bei zinstragender Veranlagung der Kryptowährung. Hier kommt nämlich, wie im Privatvermögen auch, der Sondersteuersatz von 27,5% zum Tragen. Dies gilt jedoch nur, wenn die Erzielung solcher Einkünfte nicht den Schwerpunkt der betrieblichen Tätigkeit bildet.

Aus umsatzsteuerlicher Sicht folgt das BMF der EuGH-Rechtsprechung und erachtet den Tausch von gesetzlichen Zahlungsmitteln in Kryptowährung und umgekehrt als umsatzsteuerfrei!

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