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Birgit Priklopil Steuerberatung GmbH
+43 2172 27 600
birgit.priklopil@priklopil.co.at

Archives for Juni 2018

Der Unternehmer – Gastbeitrag von Horst Hochstöger

Mag. (FH) Ing. Horst Hochstöger ist Gründer und Inhaber von „Die Beraterfabrik“. Nach einer langjährigen Konzernkarriere und verantwortungsvollen Management-Positionen in der Privatwirtschaft, hat sich Horst auf die Beratung von Unternehmern in kleinen und mittleren Unternehmen in Österreich spezialisiert. Nähere Informationen können sie auf seiner Website www.dieberaterfabrik.at finden oder Horst auch gerne persönlich kontaktieren unter +43 699 176 31 526.

 

Unternehmensberatung anders gedacht

Letztens arbeitete ich mit einem Unternehmer an seiner Firma. Im Bilanzgespräch mit Birgit Priklopil sah er, dass die Firma grundsätzlich funktionierte. 100 Stunden Woche, ständige Feuerwehraktionen, murrende Mitarbeiter und Kunden – bei dem Gewinn? Er dachte: das muss besser gehen.

Schnell stellte sich heraus, dass der Unternehmer nicht meine fachliche Expertise benötigte, die hatte er weitgehend selber – und was er noch brauchte fand er im Internet. Einige gezielte Fragen später erkannte der Unternehmer seinen Engpass: Bis über beide Ohren im Tagesgeschäft fehlte ihm die Zeit für die Arbeit an den wirklich wichtigen unternehmerischen Aufgaben.

Früher war der Unternehmensberater der Experte, der die richtige Lösung wusste. Meiner Meinung nach ist das Geschichte. Unsere Expertise ist, die richtigen Fragen zu stellen. Dann kommen die Lösungen aus dem Unternehmen. Und die verstauben dann nicht im Schreibtisch, sondern werden auch umgesetzt – und so bringen wir Kundennutzen.

 

Horst‘s Tipp

Oft ist der Unternehmer die beste Fachkraft in der Firma. Beobachten Sie, welche Tätigkeiten Sie im Laufe einer Woche machen. Wieviel Zeit verbringen Sie als Fachkraft im Tagesgeschäft, und wieviel Zeit widmen Sie den wichtigen unternehmerischen Aufgaben? Meist erkennen meine Kunden da schon erste Lösungsansätze.

 

Der Unternehmer

Ein aus meiner Sicht nützliches Modell unterscheidet drei Rollen, welche jedes Unternehmen braucht: die Fachkraft, den Manager und den Unternehmer.

  • Haben Sie eine begeisternde Vision und Werte für Ihre Firma?
  • Ist Ihre Firma klar positioniert, und haben Sie eine Strategie?
  • Haben Sie die notwendigen Ressourcen um zu wachsen?
  • Entsorgen Sie regelmäßig Müll aus Abläufen und Strukturen?
  • Stellen Sie die Umsetzung der Strategie sicher (ohne es selbst zu machen)?
  • Entwickeln Sie sich persönlich mit der Firma weiter?
  • Würde ein potentieller Nachfolger heute einen hohen Nutzen aus Ihrer Firma haben (und auch dafür bezahlen wollen)?

Sie widmen den Großteil Ihrer Zeit diesen Fragen? Gratulation! Sie leben die Rolle des Unternehmers. Wenn nicht biete ich Ihnen an mehr darüber zu erfahren, wie das für Sie funktionieren kann.

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„Finanz-Online“ Fake-Nachricht

Die betrügerischen E-Mails mit dem Betreff „Ihre Steuerrückzahlung“ beinhalten die Information, dass die Empfänger und Empfängerinnen vom Finanzamt eine Steuerrückerstattung erhalten haben.

 

Zu diesem Zweck soll die Kontoinformationen von Finanzonline über einen im E-Mail angefügten Link aktualisiert werden.

 

Das Bundesministerium für Finanzen warnte bereits vor ein paar Tagen vor dieser Betrugsmasche! Die offizielle Stellungnahme des Finanzamtes finden Sie auf folgender Seite: https://www.bmf.gv.at/aktuelles/warnung_phishing.html

 

Wir haben in den letzten Tagen auch von einigen Klienten erfahren, dass diese die gefälschte Nachricht erhalten haben, daher möchten wir mit dieser Eilmeldung Sie nochmals explizit darauf hinweisen!

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Der PKW im Steuerrecht

Der PKW ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Für Sie als Unternehmer gibt es jedoch in diesem Zusammenhang Einiges zu beachten. Begriffe wie Sachbezug, Vorsteuerabzug und Luxustangente haben Sie bestimmt schon mal gehört. In dieser Ausgabe meines Newsletters, möchte ich diese Begrifflichkeiten erläutern und Ihnen natürlich auch einige Tipps mit auf den Weg geben.

Sachbezug für PKW

Ein Sachbezug bei Dienstwagen ist in all jenen Fällen anzusetzen, in denen der Dienstgeber einem Dienstnehmer ein Kraftfahrzeug zur privaten Nutzung überlässt.

Bei Berechnung des anzusetzenden Sachbezuges werden neben den Anschaffungskosten des PKWs auch die CO2-Emissionswerte berücksichtigt.

Grundsätzlich sind 2% der Anschaffungskosten (inkl. USt und Normverbrauchsabgabe), jedoch höchstens 960,- Euro monatlich als Sachbezugswert anzusetzen. Bei Gebrauchtwagen sind die Anschaffungskosten zum Zeitpunkt der erstmaligen Zulassung relevant und bei Leasingfahrzeuge sind die der Leasingrate zugrundeliegenden Anschaffungskosten heranzuziehen.

Für Kraftfahrzeuge mit einem CO2-Emissionswert von unter 120g/km war 2016 ein Sachbezug von 1,5 % der tatsächlichen Anschaffungskosten, jedoch maximal 720,- Euro monatlich anzusetzen. Für ab dem 1.1.2017 angeschaffte PKWs verringert sich der Grenzwert für den höheren Sachbezug von 2% bis zum Jahr 2020 um 4 g/km pro Jahr.

Wird der firmeneigen PKW von einem Dienstnehmer nachweislich (mittels Fahrtenbuch) im Jahresdurchschnitt für Privatfahrten nicht mehr als 500 km monatlich benutzt, ist nur der halbe Sachbezugswert anzusetzen.

Die Luxustangente

PKW Aufwendungen werden steuerlich nur als Betriebsausgaben anerkannt, wenn sie auch betrieblich veranlasst und angemessen sind. Die Frage ist, was bedeutet „angemessen“. Hier liegt die Angemessenheitsgrenze für die Anschaffungskosten eines PKWs bei 40.000,- Euro (inkl. USt, NOVA und Kosten Sonderausstattung). Diese Grenze wird auch „Luxustangente“ genannt und bei Überschreitung dieser Grenze sind die Aufwendungen entsprechend zu kürzen.

Mein Tipp

Werden Elektro-KFZs Dienstnehmern zur privaten Nutzung überlassen, ist dafür kein Sachbezug anzusetzen. 

Der Vorsteuerabzug bei PKWs

Bei Personen- und Kombinationskraftwagen kann grundsätzlich kein Vorsteuerabzug geltend gemacht werden. Gewisse Fahrzeugtypen im Grenzbereich zwischen PKW bzw. Kombi und LKW bzw. Bus werden jedoch vom Finanzamt nicht als PKW oder Kombi angesehen und dementsprechend ist bei diesen der Vorsteuerabzug möglich.

Bitte finden Sie unter folgendem Link eine Liste dieser Ausnahmen:

https://www.bmf.gv.at/steuern/fahrzeuge/vorsteuerabzugsberechtigte-fahrzeuge.html

Besonderheiten Elektrofahrzeuge

Aufwendungen im Zusammenhang mit PKWs und Kombis mit einem CO2-Ausstoß von 0 g/km sind ab 2016 vorsteuerabzugsberechtigt. Dies sind insbesondere Elektrofahrzeuge und wasserstoffbetriebe Fahrzeuge. Hybridfahrzeuge und Elektrokrafträder sind jedoch nicht vorsteuerabzugsberechtigt!

Der Vorsteuerabzug bei Elektroautos ist allerdings nur bei Anschaffungskosten von maximal 40.000,- Euro möglich. Sind die Anschaffungskosten höher als diese Grenze, unterliegt der übersteigende Teil der Eigenverbrauchsbesteuerung. Betragen die Anschaffungskosten mehr als 80.000,- Euro entfällt der Vorsteuerabzug zur Gänze! Aus diesem Grund sind die meisten Tesla Modelle nicht vorsteuerabzugsberechtigt.

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