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Birgit Priklopil Steuerberatung GmbH
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Archives for Oktober 2016

Betriebsausgaben pauschal ermitteln

Für nicht buchführende Steuerpflichtige (im Rahmen der Einnahmen-Ausgaben-Rechnung) besteht die Möglichkeit, bestimmte Betriebsausgaben pauschal zu ermitteln.

Gewerbetreibende und selbständig Erwerbstätige (nichtLand- und Forstwirte) können im Rahmen der Gewinnermittlung die Betriebsausgaben mit einem Durchschnittssatz vom Umsatz ansetzen, wenn die Umsätze des vorangegangenen Wirtschaftsjahres nicht mehr als € 220.000,00 betragen haben. In vielen Fällen ist diese pauschale Ermittlung der Betriebsausgaben günstiger als der Einzelnachweis der Betriebsausgaben (Vergleichsrechnung!).

Der Durchschnittssatz beträgt grundsätzlich 12 % (höchstens € 26.400,00 vom Umsatz); er reduziert sich auf 6 % (höchstens € 13.200,00) bei folgenden Einkünften bzw. Tätigkeiten:

• kaufmännische oder technische Beratung (gleichgültig, ob freiberuflich oder gewerblich)

• wesentlich beteiligte Gesellschafter-Geschäftsführer, die Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit beziehen oder vermögensverwaltende Tätigkeiten ausüben

• schriftstellerische, vortragende, wissenschaftliche, unterrichtende oder erzieherische Tätigkeiten

Als Betriebsausgaben dürfen neben dem Pauschale zusätzlich

• Ausgaben für den Eingang an Waren, Rohstoffen, Halberzeugnissen, Hilfsstoffen und Zutaten, die nach ihrer Art und ihrem betrieblichen Zweck in ein Wareneingangsbuch einzutragen sind oder einzutragen wären,

• Ausgaben für Löhne (einschließlich Lohnnebenkosten) und für Fremdlöhne, soweit diese unmittelbar in die Leistungen eingehen, die den Betriebsgegenstand des Unternehmens bilden,

• Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung und vergleichbar Beiträge zu Versorgungs- und Unterstützungseinrichtungen der Kammern der selbständig Erwerbstätigen und

• der Grundfreibetrag im Rahmen des Gewinnfreibetrages

abgesetzt werden.

Nicht gesondert geltend gemacht werden dürfen z. B. Absetzungen für Abnutzung, Versicherungsbeiträge, Mieten und Zinsen.

Geht der Steuerpflichtige in einer späteren Veranlagungsperiode von der Betriebsausgabenpauschalierung auf den Einzelnachweis der Betriebsausgaben über, ist eine erneute Betriebsausgabenpauschalierung frühestens nach Ablauf von fünf Wirtschaftsjahren zulässig.

Für bestimmte Branchen sind alternativ auch besondere Teilpauschalierungen (pauschale Ermittlung von Betriebsausgaben) möglich.

Quelle: Klienten-Info 11/2016
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Berichtigung eines unrichtigen Steuerausweises

Erbringt ein Unternehmer eine Lieferung oder Leistung gegen Entgelt, schuldet er dem Finanzamt grundsätzlich die Umsatzsteuer. Auf der Rechnung hat er unter anderem den Umsatzsteuerbetrag auszuweisen.

Unrichtiger Steuerausweis

Beim unrichtigen Steuerausweis ist der Umsatzsteuerbetrag auf der Rechnung zu hoch oder zu niedrig ausgewiesen. Ursachen für einen falschen Umsatzsteuerbetrag können z. B. ein unrichtiger Steuersatz (20 %, 10 % oder 13 %), ein Fehler im Zusammenhang mit einer Lieferung ins oder vom Ausland der einfach ein Rechenfehler sein.

Ist der Steuerbetrag auf der Rechnung zu hoch ausgewiesen, schuldet der Rechnungsaussteller diesen Betrag.

Ist der Steuerbetrag  fälschlicherweise zu niedrig ausgewiesen, muss der Steuerpflichtige trotzdem den richtigen Steuerbetrag an das Finanzamt bezahlen.

Dafür ist die zu zahlende Steuerschuld aus dem Bruttobetrag heraus zu rechnen (beim Normalsteuersatz von 20 %: Bruttobetrag : 6). Hingegen darf der Rechnungsempfänger nur den in der Rechnung ausgewiesenen zu niedrigen Umsatzsteuerbetrag als Vorsteuer abziehen – vorausgesetzt er ist zum Vorsteuerabzug berechtigt.

Rechnungsberichtigung

Ausschließlich der Rechnungsaussteller kann die Rechnung wirksam berichtigen. Bei einem überhöhten Umsatzsteuerausweis ist die Berichtigung notwendig, um die zu viel bezahlte Umsatzsteuer zurückzubekommen. Bei einem zu niedrigen Steuerausweis dient sie dem Rechnungsempfänger für den Abzug der Vorsteuer in voller Höhe.

Für die Rechnungsberichtigung stehen laut Umsatzsteuerrichtlinien zwei Wege zur Verfügung. Entweder stellt der Rechnungsaussteller unter Hinweis auf die ursprüngliche Rechnung eine Berichtigungsnote aus, auf der nur die nötige Berichtigung angeführt ist, oder er stellt eine berichtigte Rechnung zur ursprünglichen Rechnung aus. In der berichtigten Rechnung muss auf die ursprüngliche Rechnung hingewiesen werden, da sonst zu einem Umsatz zwei Rechnungen erstellt wurden und somit die Umsatzsteuer aus beiden Rechnungen geschuldet wird. Es muss nachgewiesen werden, dass die berichtigte Rechnung dem Leistungsempfänger zugegangen ist.

Quelle: Klienten-Info Nr. 10/Oktober 2016
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Steuertermine Oktober 2016

Abgaben zum 17. des Monats Oktober
  • Umsatzsteuer – Vorauszahlung für den Monat August 2016
  • Normverbrauchsabgabe (NoVA) für den Monat August 2016
  • Elektrizitäts-, Kohle- und Erdgasabgabe für den Monat August 2016
  • Werbeabgabe für den Monat August 2016
  • Kapitalertragsteuer gemäß § 93 Abs 3 in Verbindung mit § 96 Abs 1 Z 3 EStG für den Monat August 2016
  • Lohnsteuer für den Monat September 2016
  • Dienstgeberbeitrag zum Ausgleichsfonds für Familienbeihilfen für den Monat September 2016
  • Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag für den Monat September 2016
  • Kommunalsteuer für den Monat September 2016
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