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Birgit Priklopil Steuerberatung GmbH
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birgit.priklopil@priklopil.co.at

Archives for September 2016

Die wichtigsten Absetzbeträge im Überblick

Alleinverdiener-/Alleinerzieherabsetzbetrag

Alleinverdiener ist grundsätzlich jeder Steuerpflichtige, der im betreffenden Kalenderjahr die Familienbeihilfe für mindestens ein Kind für mehr als sechs Monate bezogen hat, mehr als sechs Monate im Kalenderjahr verheiratet oder eingetragener Partner ist und von seinem unbeschränkt steuerpflichtigen Ehegatten oder eingetragenen Partner nicht dauernd getrennt lebt oder mehr als sechs Monate mit einer unbeschränkt steuerpflichtigen Person in einer Partnerschaft lebt.

Alleinerzieher ist, wer mit mindestens einem Kind, für das mehr als sechs Monate Familienbeihilfe bezogen wurde, seit mehr als sechs Monaten nicht in einer Gemeinschaft mit einem (Ehe-)Partner lebt.

Höhe:

  •  mit einem Kind: € 494,00 pro Jahr
  • mit zwei Kindern: € 669,00 pro Jahr
  • ab drei Kindern: € 220,00 pro Jahr zusätzlich zum Betrag von € 669,00 für jedes weitere Kind

Voraussetzungen:

Die Zuverdienstgrenze für Einkünfte des (Ehe-)Partners liegt bei € 6.000,00 pro Jahr. Dazu zählen unter anderem auch:

  • Einküfte aus einem Dienstverhältnis
  • steuerfreie Einkünfte wie z. B. Wochengeld
  • Einkünfte aus Kapitalvermögen (auch endbesteuerte)
  • steuerpflichtige Einkünfte aus Grundstücksveräußerungen

 

Kinderabsetzbetrag

Höhe:

€ 58,40 pro Monat und Kind

Auszahlung:

mit der Familienbeihilfe

Voraussetzungen:

Dieser steht grundsätzlich jenem Steuerpflichtigen zu, dem Familienbeihilfe gewährt wird. Die Kinder halten sich in Österreich, in einem anderen EU-Mitgliedstaat, in einem EWR-Staat oder in der Schweiz auf.

 

Mehrkindzuschlag ab drei Kindern

Höhe:

ab dem dritten Kind: € 20,00 pro Monat und Kind

Voraussetzungen:

maximales Familieneinkommen: € 55.000,00 pro Jahr (Es zählt das Jahr, das vor dem Kalenderjahr liegt, für das der Antrag gestellt wird.)

 

Unterhaltsabsetzbetrag

Für Steuerpflichtige, die gegenüber nicht haushaltszugehörigen Kindern unterhaltspflichtig sind und für diese keine Familienbeihilfe erhalten.

Höhe:

  • erstes Kind: € 29,20 pro Monat
  • zweites Kind: € 43,80 pro Monat
  • jedes weitere Kind: € 58,40 pro Monat

Voraussetzungen:

Der gesetzliche Unterhalt muss nachweislich gezahlt werden. Die Kinder leben in Österreich, im EU-/EWR-Raum oder in der Schweiz. Wenn die Kinder in einem Drittland (außer der Schweiz) leben, steht der Unterhaltsabsetzbetrag nicht zu, aber es ist die Hälfte der tatsächlichen Unterhaltskosten als außergewöhnliche Belastung absetzbar.

 

Verkehrsabsetzbetrag seit 1.1.2016

Der Arbeitnehmerabsetzbetrag und der Grenzgängerabsetzbetrag wurden in den Verkehrsabsetzbetrag integriert. Dieser neue Verkehrsabsetzbetrag beträgt € 400,00 jährlich. Bei Anspruch auf ein Pendlerpauschale erhöht sich der neue Verkehrsabsetzbetrag auf € 690,00, wenn das Einkommen des Steuerpflichtigen € 12.200,00 im Kalenderjahr nicht übersteigt. Der erhöhte Verkehrsabsetzbetrag vermindert sich zwischen einem Einkommen von € 12.200,00 und € 13.000,00 gleichmäßig einschleifend auf € 400,00.

 

Pensionistenabsetzbetrag

Höhe:

€ 400,00 jährlich

Einschleifregelung:

Er wird bei Einkommen zwischen € 17.000,00 und € 25.000,00 von € 400,00 auf € 0,00 eingeschliffen.

Erhöhter Pensionistenabsetzbetrag

Höhe:

€ 764,00 jährlich

Einschleifregelung:

Er wird bei einem Einkommen zwischen € 19.930,00 und € 25.000,00 von € 764,00 auf € 0,00 eingeschliffen.

Voraussetzungen:

Der Steuerpflichtige ist mehr als sechs Monate im Kalenderjahr verheiratet oder eingetragener Partner und lebt vom (Ehe-)Partner nicht dauernd getrennt. Der (Ehe-)Partner erzielt Einkünfte von max. € 2.200,00 pro Jahr und der Steuerpflichtige hat keinen Anspruch auf den Alleinverdienerabsetzbetrag.

 

Quelle: Klienten-Info Nr. 7/Juli 2016
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Anspruchszinsen ab 1. Oktober 2016

Für noch nicht veranlagte Einkommen- und Körperschaftsteuern des Jahres 2015, die nach dem 30.9.2016 bescheidmäßig festgesetzt werden, beginnt  ab 1.10.2016 die Anspruchsverzinsung zu laufen.

Die Verzinsung läuft ab 1.10.2016 bis zum Bescheiddatum (aber maximal für 48 Monate). Die Anspruchszinsen sind pro Jahr mit 2 % über dem Basiszinssatz veranschlagt. Aufgrund des derzeit negativen Basiszinssatzes ergibt sich ein aktueller Zinssatz in Höhe von 1,38 %.

Anspruchszinsen die den Betrag von € 50 nicht erreichen werden nicht festgesetzt.

Zu beachten ist, dass Nachforderungszinsen ertrag­steuerlich nicht als Betriebsausgabe abzugsfähig und Gutschriftszinsen wie Einkommen­steuergutschriften einkommen­steuerlich neutral sind.

Um bei einer zu erwartenden Steuernachzahlung an Einkommen- bzw. Körperschaftsteuer die Festsetzung von Anspruchszinsen zu vermeiden, kann bis zum 30. September 2016 eine Anzahlung in Höhe der voraussichtlichen Nachzahlung entrichtet werden. Für eine korrekte Zuordnung der Zahlung durch das Finanzamt, ist auf die Angabe eines entsprechenden Verwendungszweckes bei der Überweisung zu achten (z.B.: E1-12/2015 oder K1-12/2015).

Eine über die zu erwartende Steuernachforderung hinausgehende Anzahlung ist nicht sinnvoll, da für eine Überzahlung keine Gutschriftszinsen festgesetzt werden.

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Steuertermine September 2016

Am 15. September 2016 sind folgende Abgaben fällig:

  • Umsatzsteuer Vorauszahlung für den Monat Juli 2016
  • Normverbrauchsabgabe für den Monat Juli 2016
  • Elektrizitäts-, Erdgas- und Kohleabgabe für den Monat Juli 2016
  • Werbeabgabe für den Monat Juli 2016
  • Kapitalertragsteuer gemäß § 93 Abs. 3 i. V. m. § 96 Abs. 1 Z 3 EStG für den Monat Juli 2016
  • Lohnsteuer für den Monat August 2016
  • Dienstgeberbeitrag zum Ausgleichsfonds für Familienbeihilfen für den Monat August 2016
  • Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag für den Monat August 2016
  • Kommunalsteuer für den Monat August 2016
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Klienteninfo September 2016

Förderpaket für Start-up-Unternehmen

Die Bundesregierung hat ein Förderpaket für Start-up-Unternehmen beschlossen. Mit einem Fördervolumen von insgesamt € 185 Mio. sollen jungen Unternehmen die ersten drei Gründerjahre erleichtert und der Wirtschaftsstandort Österreich belebt werden.

Hier einige Maßnahmen dieses Förderpakets:

  • Fördermittel: Start-up-Unternehmen wie akademische Spin-offs werden im Rahmen eines Gründungs-Fellowships Fördermittel in Höhe von € 15 Mio. zur Verfügung gestellt. Außerdem werden der seit 2013 bestehende aws (Austria Wirtschaftsservice GmbH) Business Angel Fonds um insgesamt € 20 Mio. und die aws-Mittel für die Zuschüsse „PreSeed“ und „Seed“ um zusätzliche € 20 Mio. aufgestockt.
  • Mehr Schutz für geistiges Eigentum: Unternehmen erhalten für Leistungen der österreichischen Patentämter eine Gutschrift über € 10.000,00. Außerdem können Erfindungen bereits im Entwicklungsstadium beim Patentamt hinterlegt werden, auch wenn sie noch nicht die Voraussetzungen für ein Patent erfüllen. Dann genießt die Erfindung schon in der Entstehungsphase ein Jahr lang weltweiten Schutz.
  • Risikokapitalprämie: Investitionen in das Eigenkapital eines Start-up-Unternehmens mit einer Gesamtsumme von höchstens € 250.000,00 werden gefördert. Mit der „Risikokapitalprämie“ werden bis zu 20 % rückerstattet.
  • Unterstützung für Lohnnebenkosten: Um nicht nur der Wirtschaft, sondern auch dem Arbeitsmarkt neue Impulse zu geben, will die Regierung eine Summe von € 100 Mio. zur Verfügung stellen, um bei innovativen Start-up-Unternehmen für drei Mitarbeiter für die ersten drei Jahre Teile der Lohnnebenkosten zu übernehmen. Dieses neue Förderprogramm soll ab 1.1.2017 von der aws abgewickelt werden.
  • Online One-Stop-Shop Gründungsprozess: Die Unternehmensgründung soll entbürokratisiert werden. Gründer werden alle notwendigen Daten und Unterlagen für sämtliche Behörden über das „Unternehmensserviceportal“ (USP) online einbringen können.

Voraussetzungen für familienhafte Mitarbeit

Als „familienhafte Mitarbeit“ wird die Aushilfstätigkeit eines Familienmitglieds im Betrieb bezeichnet. Die Frage, ob ein Dienstverhältnis oder familienhafte Mitarbeit vorliegt, ist hauptsächlich für die Versicherungs- und damit Beitragspflicht bei der Gebietskrankenkasse von Bedeutung. Hilfe für die Abwägung, ob ein Dienstverhältnis oder familienhafte Mitarbeit gegeben ist, bietet ein Merkblatt von Sozialversicherung, Wirtschaftskammer und Finanzministerium, das kürzlich aktualisiert wurde.

  • Beurteilungskriterien: Die Einstufung erfolgt primär nach der getroffenen Vereinbarung und den tatsächlichen Gegebenheiten im Einzelfall. Eine Grundvoraussetzung für familienhafte Mitarbeit ist oft die Unentgeltlichkeit. Im Zweifel richtet sich die Vermutung hauptsächlich danach, welcher Angehörige mitarbeitet. Dafür bringt die jüngste Modifizierung des Merkblatts Neuerungen.
  • Ehegatten, eingetragene Partner, Lebensgefährten: Die familienhafte Mitarbeit gilt als Regelfall. Ein Dienstvertrag wird erst angenommen, wenn Vereinbarungen vorliegen, u. a. betreffend Entgelt, die einem Fremdvergleich standhalten.
  • Kinder: Es gilt das Gleiche, wenn das Kind einer vollversicherten Erwerbstätigkeit oder Ausbildung nachgeht (Ausnahme: Ab Vollendung des 17. Lebensjahrs müssen Kinder unter bestimmten Umständen nach ASVG versichert werden).
  • Eltern, Großeltern und Geschwister: Für sie gilt die Vermutung der familienhaften Mitarbeit nur, wenn die Hilfstätigkeit kurzfristig ausgeübt wird. Außerdem muss eine vollversicherte Erwerbstätigkeit, Ausbildung oder Pension vorliegen.
  • weiter entfernte Verwandte: Im Zweifelsfall wird von einem Dienstverhältnis ausgegangen, da dieser Personenkreis mangels wechselseitiger Verpflichtungen aus dem Familienrecht Fremden nahekommt. Familienhafte Mitarbeit liegt nur vor, wenn die Mithilfe kurzfristig und unentgeltlich ist.

Hinweis: Für den Fall einer Kontrolle ist die Dokumentation der Bedingungen der Mithilfe ratsam. Gerade bei entfernten Verwandten sollte die Kurzfristigkeit und Unentgeltlichkeit schriftlich festgehalten werden. Diese Klassifizierung gilt für Verwandte von Einzelunternehmern und Gesellschaftern von Personengesellschaften. Bei Kapitalgesellschaften ist eine familienhafte Mitarbeit in der Regel ausgeschlossen.

Wie können Kinderbetreuungskosten steuerlich geltend gemacht werden?

Kinderbetreuungskosten (z. B. für Kindermädchen, Kindergarten oder Hort) können weder als Betriebsausgaben noch als Werbungskosten geltend gemacht werden. Die Ausgaben für eine Kinderbetreuung können aber als außergewöhnliche Belastungen ohne Selbstbehalt bis höchstens € 2.300,00 pro Kind und Kalenderjahr geltend gemacht werden. Folgende Voraussetzungen sind zu erfüllen:

  • Das Kind hat zu Beginn des Kalenderjahres das 10. Lebensjahr noch nicht vollendet.
  • Es wurde für mehr als sechs Monate im Kalenderjahr der Kinderabsetzbetrag gewährt.
  • Das Kind hält sich ständig im Inland, in einem Mitgliedstaat der EU oder des EWR oder in der Schweiz auf.
  • Die Kosten müssen unmittelbar an eine Kinderbetreuungseinrichtung oder an eine pädagogisch qualifizierte Betreuungsperson gezahlt worden sein.

Die Kinderbetreuungskosten sind auch von der unterhaltsverpflichteten Person absetzbar (z. B. geschiedener Elternteil), wenn ihr der Unterhaltsabsetzbetrag für mehr als sechs Monate im Kalenderjahr zusteht. Wird die Begünstigung von beiden Elternteilen in Anspruch genommen, ist auch in diesem Fall der Betrag mit € 2.300,00 pro Kind limitiert. Es kann nur jener Elternteil die Kosten steuerlich geltend machen, der sie nachweislich getragen hat. Absetzbar sind sämtliche Kosten für die Kinderbetreuung (kein Schulgeld).

Ferienlager

Bei Ferienlagern sind die Gesamtkosten absetzbar. Dazu gehören auch Kosten für die Freizeitgestaltung wie Nachhilfeunterricht oder sportliche Aktivitäten. Auch hier gilt jedoch, dass die Betreuung durch eine pädagogisch qualifizierte Person erfolgen muss. Weiters können auch Fahrtkosten und die Kosten für Unterkunft und Verpflegung abgesetzt werden.

Behinderte Kinder

Ist ein Kind zu 50 % oder mehr behindert, so sind Kinderbetreuungskosten bis zum 16. Lebensjahr des Kindes zusätzlich zu einem bestehenden Freibetrag von € 262,00 monatlich steuerlich abzugsfähig. Dies gilt bis zum Ende des Kalenderjahres, in dem das Kind das 16. Lebensjahr vollendet hat.

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Steuertermine August 2016

Am 16. August 2016 sind folgende Abgaben fällig:

  • Umsatzsteuer, Vorauszahlung für den Monat Juni 2016 bzw. für das 2. Quartal 2016
  • Kammerumlage für das 2. Quartal 2016
  • Werbeabgabe für den Monat Juni 2016
  • Kapitalertragsteuer gemäß § 93 Abs. 3 i. V. m. § 96 Abs. 1 Z 3 EStG 1988 für den Monat Juni 2016
  • Kraftfahrzeugsteuer für das 2. Quartal 2016
  • Lohnsteuer für den Monat Juli 2016
  • Dienstgeberbeitrag zum Ausgleichsfonds für Familienbeihilfen für den Monat Juli 2016
  • Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag für den Monat Juli 2016
  • Kommunalsteuer für den Monat Juli 2016
  • Einkommensteuer Vorauszahlung für das 3. Quartal 2016
  • Körperschaftsteuer Vorauszahlung für das 3. Quartal 2016
  • Abgabe von land- und forstwirtschaftlichen Betrieben für das 3. Quartal 2016 bzw. für das Jahr 2016
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